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Hinweise zur Neugestaltung

Keine Hochhäuser

von donaufisch am 07.07.2011 | 14:37 | Kommentare: 11 |

Einige eingereichte Vorschläge von Architekten sehen für Ulmer Verhältnisse viel zu hoch geratene Gebäude vor.

Bei der Neukonzeption des Ulmer Hauptbahnhofes sollte ganz auf Hochhäuser verzichtet werden, aus ästhetischen Gründen wie auch aus Gründen des bürgerlichen Konsenses.

Hochhäuser führten in der Vergangenheit meist zu heftigen Auseinandersetzungen (vgl. z.B. den Neubau der SWU, Ecke Neuthorstraße /Karlsstraße).

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  Kommentare
Ulmi am 28.07.2011 19:22:00

Martin Brenner:
Ausgezeichnete Ausarbeitung! Endlich sieht man mal das Ausmaß der Hochhausplanung. Wäre wirklich schade, wenn man das Wahrzeichen Ulms hinter hohen Häusern versteckt.

Gibt es solche Bilder und Untersuchungen auch von offizieller Seite? Falls ja, wo im Internet zu finden? Ist noch jemand von der Verwaltung hier, der ein zwei Takte dazu sagen könnte? Bitte, bitte - bevor das Forum schließt...

Martin Brenner am 28.07.2011 8:44:26

Ich habe nach der Studie "Hohe Häuser in Ulm" gesucht und leider nur die Beschlußvorlage des zuständigen Fachberichtsausschusses gefunden. Daraus geht insbesondere nicht genau hervor, wie das Theaterviertel bewertet wird, daher gehe ich von der Bebauung bis 30m aus. Das Theaterviertel steht genau zwischen der Einfahrt von der B10 über die Wallstraßenbrücke und dem Münster, deshalb muss die Auswirkung der Bebauung auf diese Sichtachse untersucht werden.

Ich habe dazu eine kurze Untersuchung auf Basis von "Google Earth" angestellt, um die momentane Situation zu dokumentieren und die vorliegenden Entwürfe damit zu vergleichen.

Link:  Link

Das Fazit: Der Hauptbahnhof selbst kann gerne einen Turm bekommen, dieser sollte aber in einer sinnvollen Beziehung zum Münster stehen. Die Postabfertigungshalle mit dem markanten Sheddach sollte erhalten werden, sie stellt einen guten Abschluß des Viertels nach Westen dar. Es scheint sich eine Notwendigkeit abzuzeichnen, das Theaterviertel mit 5-geschossigen Häusern zu bebauen. Es sollten Computersimulationen mit den Entwürfen durchgeführt werden, um die Auswirkung auf die Sicht von Wallstraßen- und Ludwig-Erhard-Brücke zu untersuchen. Keinesfalls sollten, wie in einigen Entwürfen geplant, im Theaterviertel einzelne Blöcke auf bis zu 8 Stockwerke aufgestockt werden!

Moderation am 16.07.2011 14:29:41

Liebe Teilnehmende,

unter "Entwürfe" haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Entwürfe genauer anzusehen. Zum einen können Sie die Bilder per "weiter" und "zurück" durchklicken oder die PDFs unter den Bildern herunterladen:
 Link

Andererseits können Sie die Kurzpräsentation öffnen und hier einige Bilder aller Entwürfe hintereinander durchsehen:  Link

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)

Ulmi am 16.07.2011 13:43:57

Hallo donaufisch, danke für den Link!

Dahinter verbergen sich echte JPEGs! :-)
An den PDFs hier unter "ENTWÜRFE" bin ich wirklich schon verzweifelt. Die sind mehr als 100 Mal so groß (!) und daher für einen schnellen Überblick völlig ungeeignet.

Vorschlag an die Forenbetreiber:
Vielleicht könnte man die JPEGs auch bei "ENTWÜRFE" als Überblick einstellen?

donaufisch am 15.07.2011 22:54:42

Jedem, der sich einen allgemeinen Eindruck von allen prämierten Architektenentwürfen verschaffen will, sei folgende Seite empfohlen:

wettbewerbe-aktuell, Fachzeitschrift für Architektenwettbewerbe:

 Link

Die Seite zeigt auf neun Fotos, die sich schnell (und hintereinander) öffnen lassen, alle Modelle für den neuen Ulmer Hauptbahnhof.

Dabei wird auch anschaulich, welche zerstörerische Wirkung die Bebauung des Bahnhofareals mit Hochhäusern für das Stadtbild hätte.

Erik am 10.07.2011 23:32:55

Hallo,

ein generelles Hochhaus-Verbot o.Ä. für die Ulmer Innenstadt fände ich unangemessen. Durchgängig gleiche Trauf- bzw. Giebelhöhen können eine ebenso negative optische Wirkung erzielen wie einfallslose Glas-/Betonklötze. Etwas Spielraum zum Formen einer interessanten Silhoutte sollte schon da sein. Eine Häufung von Hochhäusern mit mehr als 10 Geschossen würde aber dem Ulmer Stadtbild nicht zuträglich sein.

donaufisch am 09.07.2011 17:52:21

Hallo Harald,

wie Sie wissen, wurde das Münster in zwei Etappen erbaut. Die Grundsteinlegung erfolgte 1377. Mitte des 15. Jahrhunderts gab es dann erst mal einen Baustopp. Der noch fehlende 162 Meter hohe weltbekannte Turm konnte erst von 1885 — 1890 fertig gestellt werden.

Ich würde das gotische Ulmer Münster nicht mit Bauwerken der Gegenwart vergleichen wollen, obwohl es auch unter Gegenwartsbauten hohe Gebäude gibt es, die fantastisch sind, z.B. das 1902 errichtete Faltiron Building (21. Stockwerke) in New York oder das Woolworth Building (57 Etagen).

Aber Ulm ist nicht Manhattan. Was dort passt, stört hier vielleicht. Die Ulmer ließen 1970 vom Stuttgarter Architekten H.M Wein das Universum Center errichten. Gefällt Ihnen das?

Es ist selbstverständlich ganz subjektiv, ob jemandem ein Gebäude gefällt oder nicht. Es gibt keine verbindlichen Regeln oder Grundsätze, die ein Hochhaus zu einem „schönen“ Hochhaus machen, wenn man sie beim Bau berücksichtigt. Ob ein hohes Gebäude passt oder nicht, hängt auch immer von den umgebenden Gebäuden, dem Stadtteil u.ä. ab.

Der Bau des UC war ein großer Fehler. Wir sollten ihn nicht wiederholen. Für das Bahnhofsareal scheint mir eine fünfgeschossige Bebauung (wie sie z.B. von Hähnig und Gemmeke aus Tübingen vorgeschlagen wird) angemessen.

Das Münster war und bleibt ein einzigartiges Bauwerk, ein Solitär, das über Jahrhunderte gewachsen ist.

Harald am 09.07.2011 16:44:50

@donaufisch

Inwiefern halten Sie die Gebäude für zu hoch. Haben sich die Baumeister des Münsters darüber Gedanken gemacht? Und falls ja: Würde unsere Stadt bekannt sein für den höchsten Kirchturm der Welt?

In punkto Ästhetik stimme ich ihnen durchaus zu. Ich bin auch kein Freund von gesichtslosen Klötzen. Über ein architektonisches Highlight würde ich mich allerdings freuen. Dies hat mMn Ulm bitter nötig (neben dem Münster versteht sich). Ich finde hier hat man die einmalige Chance das Einfallstor Ulms für Touristen ansprechend zu gestalten.

Allerdings ist mMn die Masse der Hochhäuser die der Entwurf vorsieht übertrieben. Stimme ich zu. Ich bin für zwei Hochpunkte. Einen südlich vom heutigen ZOB, einen weiter nördlich im heutigen Postviertel. Auch um die Sichtachse zum Münster nicht groß zu behindern.

Lieber Klasse statt Masse.

citybahnhof am 08.07.2011 10:53:36

Hallo Elena und Donaufisch,

pinzipiell ablehnen würde ich Hochhäuser oder besser ein Hochhaus an besonderer Stelle nicht. Ob das dann ein Quader oder Turm mit guter Fassade oder eine etwas belebtere Form ist, ist noch zu klären. Die Summierung der Hochhäuser bei Ortner & Ortner halte ich allerdings auch für nicht gelungen.
Ein Hochhaus am Bahnhof ist schon möglich, muss aber in Beziehung zum Stadtgefüge und zum Münster richtig stehen und sollte nicht höher als das Universum-Center sein.

donaufisch am 07.07.2011 23:31:48

Hallo Elena!

Schauen Sie mal auf das Modell, das sich unter folgendem Link findet (bitte von 100 auf 33 % verkleinern):

 Link

Die hier zu erkennenden Hochhäuser sind einfallslose Quader. Von „speziell und auffallend - im schönen Sinne" würde ich bezüglich dieser Form nicht sprechen.

Außergewöhnlich ist vielleicht, wie die Hochhäuser im gesamten Areal positioniert sind.

Elena am 07.07.2011 15:41:58

Ich mag Hochhäuser eigentlich auch nicht sehr. Es sei denn, sie sind wirklich speziell und auffallend - im schönen Sinne. Das lässt sich bei den Entwürfen aber schlecht sagen, weil es kaum Bilder dazu gibt.

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