MATHIAS HÄHNIG & MARTIN GEMMEKE, TÜBINGEN


Ziel des mit einem 2. Preis bedachten Entwurfs ist die Vernetzung der Stadträume mit dem neuen Bahnhof als zentralem Gelenk. Es überwiegen fünfgeschossige Gebäude als Blockrandbebauung. Baumreihen bilden ein weiteres Gliederungselement der qualitätvollen Stadträume. Bisher räumlich und funktional nebeneinander existierende Stadtbereiche werden zu einem erlebbaren städtischen Raum zusammengefügt. Nutzungen, Wegeverbindungen, Anbindungen greifen ineinander. Straßenräume werden klar formuliert, Raumkanten geschaffen.

Platzräume auf beiden Seiten des Bahnhofs ergeben für den öffentlichen Raum eine gute Strukturierung. Mit der Vernetzung wird die Chance ergriffen, den zentralen Bahnhofsplatz zu einem Identifikationspunkt aufzuwerten. Gegliedert durch eine Wasserfläche und ein Baumdach wird er zur räumlichen Mitte und zum Knotenpunkt, der die unterschiedlichen Verkehrsarten verknüpft. Der City-Bahnhof ist an diesem Platz ein eigenständiger Architekturbaustein, eine „Adresse“. Zusätzlich zur Unterführung ist ein eingeschossiger Verbindungsbau („Brückenschlag“) über den Gleisen mit vielfältigen Nutzungsangeboten vorgesehen. Der neue Fußgängersteg wird in das Foyer des neuen Dienstleistungszentrum Süd integriert und bildet den Kopf des neuen Omnibusbahnhofs, über dem ein medizinisches Zentrum entsteht. Das Dienstleistungszentrum Süd besteht aus drei Baublöcken.

Nördlich des Bahnhofplatzes entwickelt sich das Theaterviertel als verdichtetes Stadtquartier, dessen Strukturen und Plätze den Charakter der östlich angrenzenden Neustadt aufnehmen. Die Zeitblom- ist die zentrale Verbindungsstraße von Ost nach West. Neben Hochschuleinrichtungen und Büros entstehen vielfältige Angebote innerstädtischen Wohnens. Sämtliche erforderlichen Stellplätze für Pkw und Fahrrad sind direkt mit dem Bahnhof verbunden. An der Schillerstraße wird ein Parkhaus gebaut. Als Bestandteil eines kleinen Platzes wird die Kleine Blau dort teilweise offengelegt. Die Schillerrampe wird mit drei geschlossenen Baublöcken mit gemischter Nutzung überbaut.

Würdigungen des Preisgerichts:
Die Arbeit zeichnet sich durch eine hohe städtebauliche und stadträumliche Qualität aus - dies gilt für Bahnhofsbereich, Theaterviertel, Schillerstraße und Schillerrampe gleichermaßen. Gelungen sind insbesondere die Platzräume auf beiden Seiten des Bahnhofs. Hervorgehoben wird die „Zurücksetzung“ des IC-Hotels und der Blick über die Wasserfläche nördlich des Bahnhofs auf die ein- und ausfahrenden Züge. Der durchgehende Belag auf dem Bahnhofplatz und in der Schillerstraße im Bahnhofsbereich unterstützt das Miteinander der verschiedenen Verkehrsteilnehmer. Die Bahnhofspassagen oben und unten sind je für sich gut konzipiert.

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Lageplan


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