⇐ Zurück

INFOTHEK

Zusammenfassung der Wettbewerbsauslobung



City-Bahnhof Ulm

STÄDTEBAULICHER IDEENWETTBEWERB

- Zusammenfassung der Wettbewerbsauslobung -

AUFGABENSTELLUNG ZUM STÄDTEBAULICHEN IDEENWETTBEWERB

ALLGEMEINE ZIELE

Ulm wird mit der Einbindung in die europäische Magistrale Paris-Budapest und der Fertigstellung der ICE-Neubaustrecke Stuttgart-Ulm näher an die wichtigsten süddeutschen Wirtschaftszentren heranrücken. Die neue Trasse wird ab 2019 den Bahnhof von Norden erreichen. Schon heute ist der Ulmer Hauptbahnhof den Anforderungen in funktionaler, städtebaulicher und architektonischer Sicht nicht gewachsen. Er soll daher als Verkehrs- und Dienstleistungszentrum neu konzipiert werden. Der bislang mangelhafte städtebauliche Auftritt soll wesentlich verbessert werden. Die Verkehrsfunktionen am Bahnhof sollen neu geordnet werden.

WETTBEWERBSGEBIET

Das Wettbewerbsgebiet befindet sich direkt westlich und nördlich der Innenstadt Ulms. Die westliche Grenze des Planungsgebiets ist die Schillerstraße. Im Norden ist das Gebiet durch die Ludwig-Erhard-Brücke und im Süden durch die Neue Straße begrenzt. Im Osten stellen die Neutorstraße, die Olgastraße und die Friedrich-Ebert-Straße die Begrenzung dar.

Das Wettbewerbsgebiet umfasst im Wesentlichen das Gebiet des City-Bahnhofs, das Areal des Zentralen Omnibusbahnhof, das Theaterviertel, die sogenannte Schillerrampe und den neuen Westzugang zum Bahnhof. Insgesamt ist eine Fläche von ca. 22 ha zu bearbeiten.

Beim aktuellen Internetdiskurs geht es um den engeren Bereich des neuen Bahnhof und seine Anbindungen an die Innenstadt und die Schillerstraße und den neuen Bahnhofsplatz. Damit soll der wichtigste Baustein des Citybahnhof-Konzepts erörtert werden.

AUFGABE

Der Bahnhof soll entsprechend seiner Bedeutung als zentraler Verkehrsknotenpunkt der Region neu konzipiert werden. Der Bahnhof und seine Umgebung haben große städtebauliche Potentiale. Die Chance der völligen Neukonzeption dieses Gebiets soll genutzt werden. Über die Funktion eines Verkehrsbauwerks hinaus soll das Bahnhofsgebäude ein städtebauliches Zeichen darstellen für ein neues urbanes Zentrum mit einem hohen Qualitätsanspruch an Nutzung, Architektur und Freiraum.  

Neben der städtebaulichen Neuordnung sollen auch die Verkehrsfunktionen am Bahnhof vereinfacht und entflechtet und die Situation für Fußgänger und Fahrradfahrer wesentlich verbessert werden. Vor allem der Bahnhofsplatz soll für Fußgänger aufgewertet werden. Heute erfolgt die Erschließung des Bahnhofs für den Verkehr und die Fußgänger ausschließlich von Osten über den Bahnhofsplatz und die hochbelastete Friedrich-Ebert-Straße. Es gibt keinen Bahnhofszugang im Westen. Dies soll grundlegend geändert werden.

Durch die Schaffung einer zusätzlichen durchgehenden Verbindungsebene möglichst von der Innenstadt bis zur Schillerstraße in der Weststadt sollen alle Verkehrsträger auf kurzem Wege miteinander verknüpft werden. Diese Ebene bindet den Zugang zur Innenstadt, den neu zu konzipierenden Bahnhof und den neuen Bahnhofszugang an der Schillerstraße ein.  Neue Parkgaragen sollen das Angebot für den ruhenden Verkehr am Bahnhof und am neuen Bahnhofszugang verbessern.

SITUATION

VERKEHR UND ERSCHLIESSUNG

Der Ulmer Hauptbahnhof gehört zu den großen Bahnhöfen in Deutschland und hat eine wichtige Funktion als Knotenpunkt des regionalen und internationalen Schienenverkehrs. Die Anbindungen des Bahnhofs an den ÖPNV, den IV und an die Innenstadt sind jedoch unbefriedigend. Heute erfolgt die Hauptfußgängeranbindung durch eine unterirdische Passage. Um von den Zügen zur Innenstadt zu gelangen sind fünf unterschiedliche Höhenniveaus zu überwinden.

Die bisher einzig von Osten erfolgende Erschließung des Bahnhofs führt zu großen Problemen. Zwischen dem Bahnhof und der Innenstadt liegt die hochbelastete Friedrich-Ebert-Straße. Am Bahnhofsplatz sind alle Verkehrsführungen stark miteinander verflochten und unübersichtlich. Es stehen zu wenig Kurzzeit- und Langzeitparkplätze für Pkw und Zweiräder zur Verfügung. Erreichbarkeit und Funktionalität der ÖPNV-Haltestelle "Hauptbahnhof" sind unzulänglich.

Eine Verlängerung der Bahnhofsunterführung nach Westen und die Verbesserung der Anbindung an die Innenstadt scheitern bisher am unterirdischen Gewässerlauf der Kleinen Blau. Voraussetzung der Realisierung des City-Bahnhofes Ulm ist die Verlegung der Kleinen Blau im Bahnhofsbereich. Die Kleine Blau wird in absehbarer Zeit aus dem Bahnhofsbereich heraus verlegt werden. Die Verlängerung der Bahnhofsunterführung bis zur Schillerstraße wird dann möglich sein.

SICHTBEZIEHUNGEN

Das weithin sichtbare Münster ist das identitätsstiftende Wahrzeichen in der Innenstadt. Es bestehen vielfältige Blickbeziehungen innerhalb des Stadtgefüges auf den Münsterturm, die grundsätzlich gewahrt oder ausgebaut werden sollen. In einer Studie über hohe Häuser hat die Stadt Ulm dies analysiert. Das Stadtbild mitprägend sind außerdem Teile der Bundesfestung Ulm. Eine wichtige Blickbeziehung besteht vom Bahnhofsplatz zur Hauptburg der Bundesfestung auf dem Michelsberg.

WEITERE STÄDTEBAULICHE ENTWICKLUNGEN AUSSERHALB DES PLANUNGSGEBIETS

Zwischen der Bahnhofsstraße, der Friedrich-Ebert-Straße und der Keltergasse soll das neue Einkaufsviertel Sedelhöfe entstehen. Die Sedelhöfe sollen an die Fußgängerzone und direkt an den Bahnhof angebunden sein. Derzeit können lediglich Aussagen zum vorgesehenen Umgriff getroffen werden. Geplant ist u. A. ein Zugang auf der Ebene -1 an die Passage unter dem Bahnhofsplatz. Es ist im Wettbewerb zu untersuchen, wie die Sedelhöfe an die Fußgängerebenen und an den Bahnhof angeschlossen werden können.

An der Schillerstraße liegt das sogenannte Dichterviertel. Vor allem dessen nördlicher Bereich hat großes Entwicklungspotential für Wohnen und Arbeiten.

ENTWICKLUNGSSTUFEN

Derzeit ist nicht absehbar wann und in welchen Entwicklungsabschnitten der Citybahnhof gebaut werden kann. Auf eine sinnvolle und klare Teilung der einzelnen Abschnitte ist deshalb besonders zu achten. Die genauen Lagen der ÖPNV-Haltestelle "Hauptbahnhof" und der geplanten Bahnhofsgaragen sind abhängig von den Planungen des City-Bahnhofs. Der Bahnhof, seine Anbindungen, die Parkgaragen und die Haltestelle können nur gemeinsam in einem umfassenden Konzept entwickelt werden.

Die folgenden Teilbereiche sind zu bearbeiten:

CITYBAHNHOF ULM

Der Bahnhof ist räumliche Mitte und verknüpft verschiedene Beziehungen, Ebenen und Raumfolgen.

Die Verkehrsträger Bahn, ÖPNV, MIV, Taxen und Fahrradverkehr sollen in einer optimalen Mobilitätskette miteinander und mit der Stadt verbunden werden. Dies bedeutet einen Bahnhof der kurzen Wege und Transferzeiten zu schaffen und den Fußgängerverkehr optimal einzubinden.

Die Verknüpfungen zwischen den folgenden Bereichen müssen mit höchster Funktionalität hergestellt werden:

Bahnhofstraße

Sedelhöfe

Bahnhofsplatz

Bahnhofsgaragen

ÖPNV-Haltestelle

Zentraler Omnibusbahnhof

Empfangsgebäude

DB Bahnsteige

Westzugang an der Schillerstraße

Parkhaus an der Schillerstraße

Der Bahnhofsplatz als Visitenkarte und Entree zur Innenstadt soll neu gestaltet werden. Die Möglichkeiten zur ebenerdigen Überquerung der Friedrich-Ebert-Straße und des Bahnhofplatzes für Fußgänger sollen unter Einbeziehung aller Verkehrsarten wesentlich verbessert werden. Es sollen attraktive Übergänge zur Haltestelle und zum Bahnhof geschaffen werden.

Der Auslober ist sich bewusst, dass einer ebenerdigen Verbindung grundsätzlich der Vorzug zu geben ist. Die Verkehrsuntersuchungen des Bahnhofsvorbereichs haben jedoch ergeben, dass eine ausschließliche ebenerdige Fußgängerquerung der Friedrich-Ebert-Straße wegen der hohen Verkehrsbelastung und der großen Zahl von Passanten insbesondere in den Spitzenstunden zu großen Kapazitätsproblemen und zu Qualitätsminderungen für alle Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Fahrradfahrer, ÖV, IV) führt. Deswegen ist zwischen der Bahnhofstraße und dem Empfangsgebäude am Bahnhofsplatz neben einer hochwertigen ebenerdigen Querung der Friedrich-Ebert-Straße eine schnelle Verbindung in der Ebene -1  vorzusehen. Die Anbindungen an diese Ebene unter der Friedrich-Ebert-Straße und dem Bahnhofplatz sind barrierefrei und möglichst niveaufrei zu planen.

Für die Verbindung zwischen dem Empfangsgebäude am Bahnhofsplatz und dem neuen Bahnhofszugang im Westen an der Schillerstraße sind andere Lösungsansätze jedoch grundsätzlich möglich und wünschenswert.

Folgende Kriterien sind zu beachten:

Hohe Qualität von Architektur und Städtebau, insbesondere hinsichtlich der stadträumlichen Situation und der besonderen Stellung im Zusammenhang der gesamten Innenstadt

Hohe Benutzerfreundlichkeit (kurze Wege, Effizienz, Attraktivität, Zufriedenheit), insbesondere für Fußgänger und Fahrradfahrer

Bequemlichkeit, Orientierung und Leistungsfähigkeit hinsichtlich Barrierefreiheit

Optimale Funktionsfähigkeit hinsichtlich der Verkehrssituation der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich der ÖPNV-Haltestelle für alle Verkehrsteilnehmer und Verkehrsträger

Optimale Funktionsfähigkeit hinsichtlich der Integration aller Anbindungen, insbesondere der Bahnsteige, der ÖPNV-Haltestelle, der Parkgaragen und an die  Innenstadt

Optimale Einbeziehung von Tageslicht in alle öffentlichen Bereiche des Bahnhofs und der Anbindungen

Das neue Zentrum City-Bahnhof Ulm besteht aus den folgenden Bausteinen:

EMPFANGSGEBÄUDE

Im Zuge des City-Bahnhof-Konzeptes soll der bestehende Bahnhof einer grundlegenden Neukonzeption zugeführt werden. Das Empfangsgebäude muss dabei als eigenständig funktionierender und wahrnehmbarer Gebäudeteil konzipiert werden. Auf den Flächen für gewerbliche Nutzungen soll ein angemessenes und attraktives Handels-, Dienstleistungs- und gastronomisches Angebot vorgesehen werden. Für DB Station&Service AG als Betreiber ist für das neue Empfangsgebäude  eine Mindestflächenanforderung von 10.500 qm Bruttogeschossfläche zu erfüllen.

Die Vermarktungsflächen insbesondere der Handelsflächen sind wegbegleitend an Lauflagen mit sehr guter Sichtbarkeit und Einsehbarkeit unterzubringen. Dabei soll ein hohes Maß an Orientierung und Komfort für Bahnreisende, Passanten und Besucher gewährleistet werden. Für die Handelsflächen ist ein funktionaler Ablauf und Betrieb (Ver- und Entsorgung) sicherzustellen (ggf. durch entsprechende Anlagen bzw. Bauwerke).

Zu den geforderten Flächenangaben sind in ausreichendem Maße Flächen für die Erschließung und Verkehrs- und Verteilerflächen für die Anbindung an die Innenstadt und den Westzugang an der Schillerstraße zu planen.

NEUER BAHNHOFSZUGANG AN DER SCHILLERSTRASSE

Der neue Westzugang an der Schillerstraße soll über eine eigene Vorfahrt für Taxen und MIV und Stellplätze für Zweiräder verfügen. Nördlich des Westzugangs ist der Standort für eine geplante Parkgarage vorzusehen. Zur Realisierung des Westzugangs und des Parkhauses stehen voraussichtlich ab 2014 Gleisflächen an der Schillerstraße zu Verfügung.

DIENSTLEISTUNGSZENTRUM NORD

Am Bahnhof soll ein neuer Standort für Dienstleistung, Büro und Konferenz aufgebaut werden. Insbesondere sollen an dieser Stelle Einrichtungen für die in der Stadt und Region verteilten Hochschulen und den Hochschulverbund mit den Universitäten in Stuttgart entstehen. Es sollen Flächen für Vorlesungen, Seminare und Institute entstehen.

INTERCITY-HOTEL

Baulich mit dem heutigen Bahnhof verbunden ist das Intercity-Hotel. Es ist vom weiteren Bestand des Hotels und damit der Integration des heutigen Hotels in die Gesamtkonzeption für einen neuen Bahnhof auszugehen. Das Hotelgebäude kann nicht abgebrochen werden und muss in seiner heutigen Funktion weiterbestehen. Die Funktionalität des Bahnhofs muss dabei uneingeschränkt gegeben sein.

DIENSTLEISTUNGSZENTRUM SÜD UND ZOB

Der Zentrale Omnibusbahnhof kann zusätzlich mit einem Dienstleistungszentrum überbaut werden. Es soll ein Gebäudekomplex konzipiert werden, der beide Funktionen miteinander verbindet.

Das Dienstleistungszentrum Süd soll nicht im Internetdiskurs behandelt werden.

THEATERVIERTEL

Auch das Theaterviertel wird mit der Entwicklung des City-Bahnhofs und der Errichtung der Neubaustrecke als Wohn-, Arbeits- und Kulturstandort an Bedeutung gewinnen. Es soll Zug um Zug zu einem dichten und urban geprägten Stadtquartier umgewandelt werden. Für das Theaterviertel sind langfristig ca. 900 Einwohner und ca. 2.000 Arbeitsplätze geplant. Der Wohnanteil soll durchschnittlich ca. 40% betragen.

Das Theaterviertel soll nicht im Internetdiskurs behandelt werden.

SCHILLERRAMPE

Für dieses Gebiet ist eine Nutzung als Büro-, Wissens- und/ oder Verwaltungsstandort vorgesehen. Zusätzlich kann untersucht werden, ob und in welchem Umfang Wohnen denkbar ist. Für die Wohnquartiere nördlich und südlich besteht Bedarf für wohnungsnahen Einzelhandel. Für dieses Teilgebiet sind ca. 1.000 neue Arbeitsplätze vorgesehen. Eine eventuelle Wohnnutzung sollte ca. 20% betragen.

Die Schillerrampe soll nicht im Internetdiskurs behandelt werden.

VERKEHRSERSCHLIESSUNG

Die umgebenden Stadtviertel, insbesondere die Weststadt sollen besser an den Bahnhof angebunden und die Verkehrsströme der Friedrich-Ebert-Straße sollen entflechtet werden. Der ruhende Verkehr soll neu geordnet und alle notwendigen Straßenanbindungen und Funktionen sollen sinnvoll integriert werden. Vorbereitend wurden eine Reihe von Verkehrsuntersuchungen und Verkehrskonzeptionen erarbeitet.

Folgendes ist im Besonderen zu berücksichtigen:

STRASSENNETZ

Friedrich-Ebert-Straße / Bahnhofplatz

Zwischen dem Postgebäude an der Olgastraße und der Zufahrt zum Zentralen Omnibusbahnhof kann die Friedrich-Ebert-Straße auf jeweils eine Richtungsspur je Fahrtrichtung reduziert. Voraussetzung ist der Verbleib der ÖPNV-Trasse in Mittellage zwischen den Fahrspuren. Eine wesentliche Reduzierung der Anzahl der Fahrzeuge, insbesondere in den Spitzenstunden, kann mit dieser Maßnahme jedoch nicht erzielt werden. Eine Verschmälerung der Friedrich-Ebert-Straße auf einem längeren Straßenabschnitt ist nicht möglich.

Die Reduzierung auf jeweils eine Richtungsspur ist nicht zwingende Vorgabe. Jedoch ist eine Verlegung der ÖPNV-Trasse in eine Seitenlage neben die Fahrspuren der Straße nicht möglich da dies zu großen Beeinträchtigungen sowohl des öffentlichen als auch des individuellen Verkehrs führen würde.

Die Erschließungsrampen der beiden geplanten Bahnhofsgaragen Nord und Süd in der Olgastraße und Friedrich-Ebert-Straße stehen grundsätzlich fest. Ihre Lagen und Dimensionen sind zu übernehmen.

Schillerstraße

Die Schillerstraße muss in Zukunft mehr Verkehr aufnehmen. Sie soll daher auf dem heutigen Straßenquerschnitt eine zusätzliche durchgehende mittlere Abbiegespur erhalten.

GEH- UND RADWEGENETZ

Im Planungsgebiet sollen attraktive Geh- und Radwegeverbindungen angelegt und an das bestehende Wegenetz angebunden werden.

Im Bereich der Haltestelle "Hauptbahnhof" ist bei jeweils einer Richtungsfahrbahn der Friedrich-Ebert-Straße ein richtungsbezogener Angebotsstreifen für Fahrradfahrer von mindestens 1,50 m Breite vorzusehen. Sichere Querungen mit den anderen vorhandenen Verkehren sind herzustellen. Entlang der Schillerstraße ist ebenfalls ein durchgehender Rad-/ Gehweg vorzusehen.

ÖPNV

Die Anbindungen des ÖPNV an den Bahnverkehr und an die Innenstadt sollen verbessert werden. Die Erreichbarkeit des ZOBs von und zum Bahnhof und zur ÖPNV-Haltestelle soll optimiert werden. Die ÖPNV-Trasse in der Friedrich-Ebert-Straße muss in der bestehenden Mittellage verbleiben. Die Voruntersuchungen ergaben, dass eine Verlegung der ÖPNV-Trasse in eine Seitenlage neben die IV-Spuren der Friedrich-Ebert-Straße mit erheblichen Verschlechterungen der Verkehrskapazitäten verbunden ist.

Es ist eine Mindestbreite der Bahnsteige von 7 m und eine Mindestbreite der ÖPNV-Fahrbahn zwischen den Bahnsteigen von 6,50 m erforderlich. Die Bahnsteige haben an der Einstiegskante eine Höhe von 20 cm über Schienenoberkante. Der behindertengerechte Ausbau der Haltestelle ist zwingend. Attraktive, funktionelle und barrierefrei Fußgängerquerungen sind an den Enden der Haltestelle vorzusehen.

RUHENDER VERKEHR / PARKEN

In funktionaler Verbindung mit dem Bahnhof und dem Westzugang an der Schillerstraße sind ausreichende Bereiche für Taxen, Andienung, Kurz- und Langzeitparker zu erstellen.

Unter dem Bahnhofsplatz befindet sich heute die Parkgarage des Hotels und des Bahnhofs. Diese Garage soll auf ca. 200 Stellplätze ausgebaut und direkt an das Empfangsgebäude und das Hotel angebunden werden. Die Zu- und Ausfahrt sind mit der neuen Tiefgarage des Dienstleistungszentrums Süd (180 Stellplätze) unter dem ZOB zu kombinieren. Beide Garagen bilden eine Einheit. Die gemeinsame Erschließung dieser Tiefgarage erfolgt ausschließlich von und nach Süden über vorgegebene Erschließungsrampen in der Friedrich-Ebert-Straße.

Unter dem nördlichen Bahnhofsplatz entsteht die neue Bahnhofsgarage mit ca. 300 Stellplätzen. Die ebenfalls vorgegebenen Zu- und Abfahrtsrampen von und nach Norden befinden sich in der Olgastraße. Die südliche und die nördliche Bahnhofsgarage sollen möglichst direkt an das neue Empfangsgebäude angebunden sein. Sie sind durch einen Tunnel miteinander verbunden.

Im Zusammenhang mit der Reduzierung der Fahrspuren am Bahnhofsplatz wurden auch die Erschließungsmöglichkeiten für die Parkgaragen untersucht. Ergebnis ist, dass die Zu- und Abfahrtsrampen sowohl für die nördliche als auch die südliche Garage ausschließlich an den vorgegebenen Stellen situiert werden können.

Zusätzlich soll dem neuen Bahnhofszugang an der Schillerstraße eine neue Parkgarage mit 400 Stellplätzen angegliedert werden. Sowohl am Bahnhofsplatz als auch am Westzugang sind jeweils ca. 500 Stellplätze für Fahrräder in eigenen Abstellanlagen und in direkter Anbindung an den Bahnhof und Stellplätze für Taxen vorzusehen.

  FREIRÄUME

Im Planungsgebiet sollen vielfältige öffentliche Räume mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen. Der Bahnhofsplatz und der Westzugang sollen über großzügige Freiflächen verfügen. Der Bahnhofsvorplatz soll neu gestaltet und für Fußgänger sichere Überquerungen der Friedrich-Ebert-Straße mit Zugang zur ÖPNV-Haltestelle gewährleistet werden. Es sind Maßnahmen zu treffen, die möglichst den gesamten Bereich zwischen dem Bahnhofsgebäude und der östlichen Bebauung als Platzraum erlebbar machen und gleichzeitig die einzelnen Verkehrsträger, Fußgänger und Fahrradfahrer verträglich miteinander verbinden.

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ZUM WETTBEWERB

Die Stadt Ulm ist mit rund 120.000 Einwohnern ein bedeutendes Oberzentrum zwischen den Metropolregionen Stuttgart und München. In der Region leben ca. eine Million Menschen, davon ca. 360.000 im engeren Einzugsbereich. Diese Lagegunst wird durch den Neubau der ICE-Strecke Stuttgart-Ulm in Zukunft noch bedeutender werden. Der Bahnhof und die Bahnhofsumgebung sind den heutigen und künftigen Anforderungen nicht gewachsen. Deshalb beabsichtigen die Stadt und die Bahn mit dem Projekt "City-Bahnhof Ulm" die Entwicklung eines neuen Verkehrs- und Dienstleistungszentrum und die städtebauliche Aufwertung der umgebenden Stadtquartiere. Mit dem städtebaulichen Ideenwettbewerb City-Bahnhof Ulm sollen die Grundlagen eines Masterplans für einen neuen Bahnhof und das Bahnhofsumfeld geschaffen werden.   AUSLOBER

Stadt Ulm
Durchführung und Koordination:
Hauptabteilung Stadtplanung, Umwelt und Baurecht
89073 Ulm
Münchner Straße 2
Tel. 0731-1616156
Email: citybahnhof@ulm.de
Internet: www.citybahnhof.ulm.de

WETTBEWERBSART

Der Wettbewerb ist ein anonymer nichtoffener städtebaulicher Ideenwettbewerb mit vorgeschaltetem offenem Bewerbungsverfahren. Der städtebauliche Ideenwettbewerb soll nachhaltige Entwicklungsoptionen für den Bahnhof und das Bahnhofsumfeld aufzeigen.

TEILNEHMER UND TEILNAHMEBERECHTIGUNG

Teilnahmeberechtigt sind natürliche Personen, die gemäß den Rechtsvorschriften ihres Heimatlandes am Tag der Auslobung zur Führung einer der Berufsbezeichnungen "Architekt" bzw. "Stadtplaner"  berechtigt sind. Ferner sind Ingenieure teilnahmeberechtigt, die gemäß den Rechtsvorschriften ihres Heimatlandes am Tag der Auslobung zur Führung der Berufsbezeichnung "Landschaftsarchitekt" berechtigt sind und Ingenieure, die auf dem Gebiet der Verkehrsplanung tätig sind. Der Nachweis über die Tätigkeit als Verkehrsplaner ist zu belegen. Jeder Teilnehmer bzw. jede teilnehmende Arbeitsgemeinschaft hat einen Verkehrsplaner zu benennen, der in die Planung eingebunden ist. Zum Wettbewerb werden maximal 45 Teilnehmer zugelassen.

PREISGERICHT

Zusammensetzung Preisgericht:
Prof. Dipl. Ing. Florian Burgstaller / Architekt und Stadtplaner / München
Prof. Dipl. Ing. Rebecca Chestnutt / Architektin / Berlin
Dipl. Ing. Sven Hantel / Regionalbereichsleiter DB Station & Service AG / Stuttgart
Prof. Dipl. Ing. Hildebrandt Machleidt / Architekt und Stadtplaner / Berlin
Prof. Dr.-Ing. Franz Pesch / Architekt und Stadtplaner / Stuttgart
Prof. Dr.-Ing. Hartmut Topp / Verkehrsplaner / Kaiserslautern
Dipl. Ing. Alexander Wetzig / Bürgermeister Stadt Ulm
Prof. Dipl. Ing. Sophie Wolfrum / Stadtplanerin / München
Stadtrat Dr. Rüdiger Reck / FWG Fraktion
Stadtrat Siegfried Keppler / CDU Fraktion
Stadtrat Hartmut Pflüger / SPD Fraktion
Stadträtin Annette Weinreich / Grüne Fraktion
Stadtrat Dr. Bruno Waidmann / FDP Fraktion

Stellvertretende Preisrichter:
Prof. Dr.-Ing. Klaus J. Beckmann / Stadt- und Verkehrsplaner / Berlin
Dipl. Ing. Volker Jescheck / Hauptabteilungsleiter Stadtplanung, Umwelt und Baurecht Stadt Ulm
Prof. Dr.-Ing. Detlef Kurth / Stadtplaner / Stuttgart
Dieter Maier / Bahnhofsmanagement Ulm
Prof. Dipl Ing. Leonhard Schenk / Architekt und Stadtplaner / Stuttgart
Stadtrat Gerhard Bühler / FWG Fraktion
Stadtrat Dr. Thomas Kienle / CDU Fraktion
Stadträtin Dorothee Kühne / SPD Fraktion
Stadträtin Birgit Schäfer-Oelmayer / Grüne Fraktion
Stadträtin Rose Goller-Nieberle / FDP Fraktion

Sachverständige Beratung:
Dipl. Ing. Jens Aesche / DB Station & Service (Projektentwicklung) / Berlin
Dipl. Ing. Thomas Feig / Hauptabteilungsleiter Verkehrsplanung und Straßenbau, Grünflächen, Vermessung Stadt Ulm
Dipl. Ing. Oliver Glaser / Stadtwerke Ulm Verkehr
Dipl. Ing. Michael Groh / DB Station & Service (Vermietung) / Stuttgart

BEURTEILUNGSKRITERIEN

Die eingereichten Leistungen werden nach den folgenden Kriterien beurteilt. Die Reihenfolge stellt keine Gewichtung dar.

Städtebauliche und stadträumliche Qualität

Verkehrsfunktionen

Qualität der Verknüpfung der Verkehrsarten im Bahnhofsbereich

Öffentliche Räume

Nutzungen (Nutzungsverteilung, Erschließung, Einfügung in das Umfeld etc.)

Entwicklung in sinnvollen Bauabschnitten

Erfüllung der Flächenanforderungen

Wirtschaftlichkeit des Bahnhofs (Bewertung Nutzfläche zu Verkehrsfläche, Nutzungsflexibilität)

Verknüpfung des Bahnhofes zu  angrenzenden Stadtquartieren und Nutzungen, insbesondere Qualität der Wegebeziehungen für Fußgänger und Orientierung im Stadtraum

Diskutieren Sie mit im Forum.
































zurück
 

FORENLISTE (Beiträge)
Hauptforum Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 259 Livediskussion mit Volker Jescheck Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 36 Bürgervorschläge Neue Beiträge: 0 Beiträge gesamt: 87
Hinweise zur Neugestaltung: 266
Feedback & Hilfe: 26
Hähnig / Gemmeke Arch.: 3
STATISTIK
Benutzer Online: 280 Registrierte Benutzer: 140 Anzahl Beiträge: 375 Anzahl der Besucher: 4002 Alle Aufrufe: 288565
FREUNDE EINLADEN
Freunde einladen!