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Hinweise zur Neugestaltung

Vom Baustil über Barrierefreiheit, den Baumerhalt bis zum Busbahnhof - eine Zusammenfassung der letzten beiden Diskussionstage

von Moderation am 13.07.2011 | 16:37 | Kommentare: 8 |

Liebe Teilnehmenden,

auch an den vergangenen Tagen haben Sie erneut eine Vielzahl an Aspekten eingebracht und zum Teil kontrovers diskutiert. Dies sind die Hauptthemen:

- Bahnhofsgebäude und -belegung
Ulmer spricht sich gegen die moderne Einheitsachitektur mit ihrem „DIN-EN-Kubus“ aus, die in der Ulmer Innenstadt voranschreitet. So sähen die Entwürfe „14-20 Stockwerke hohe Gebäude aus Glas, Stahl und Beton und mittendrin kalte Plätze mit ein paar Zierbäumchen in ungemütlichen Straßenschluchten“ vor. Er appelliert daher an die Verantwortlichen, „diese „Kubisierung von Ulm“ einzudämmen und das in einem Nachtrag in das Innenstadtkonzept 2010 aufzunehmen“ und „Ulm wieder ein modernes, aber in Anlehnung an die historische Kulisse, Gesicht“ zu geben. Cortauri mahnt in diesem Zusammenhang an, einen Baustil der 50er Jahre wie in Neu-Ulm zu vermeiden. Erik hingegen vermutet, dass der vorwiegende zeitgenössische Architektur-"Stil" zuerst dem Imperativ des Geldes geschuldet sei und Gebäude heute in erster Linie ihre Funktion effektiv erfüllen und nur teilweise repräsentativ für den Erbauer/den Bewohner stehen müssen. Dies läge aber möglicherweise auch an unserer veränderten Wahrnehmung, so „passe in unsere technologisierte, funktionalisierte, globalisierte Welt keine Architektur mit Schnörkeln, Bögen, schiefen Winkeln, krummen Balken, dunklen Ecken“. Dennoch freue er sich „auch über so einen "gesichtslosen Kasten", wenn ich dafür eines dieser furchtbaren Häuser aus den 50er/60er Jahren nicht mehr sehen muss“.  Link

Erik fragt sich auch, ob nicht ein Großteil der bestehenden Bausubstanz (v.a. die Wartehalle) - mit umfangreichen Umbauten, Umgestaltung und Sanierung erhalten werden sollte. Dies wird in Anlehnung an den Stuttgarter Bahnhof bestätigt. So solle man laut Winfried Bissels vorher überlegen, ob ein Einkaufszentrum oder Bahnhof gewünscht sei. Andere lehnen das ab — mit dem Hinweis der unpraktischen Raumaufteilung (DB-Reisezentrum im Eck, wenig Platz für weitere Geschäfte) und der mangelnden funktionalen Kapazität (schmale Halle, abseitige „tote“ Etage mit Spielcasino).  Link

Laut Danubius sei hingegen die Belegung der ausgewiesenen Flächen mit Dienstleistungsgebäuden, Einkaufszentren etc nicht realistisch, da schon zuviele Gebäude in Ulm leerstünden, der Einzelhandel verabschiedet sich sukzessive aus der Innenstadt verabschiede und Billig-Ketten nachrücken. Neubauten erforderten neue i.d.R. höhere Mieten und fänden ihre Grenzen in der mangelnden Nachfrage. Ein qualifiziertes, höherwertiges Warenangebot fände in Ulm mangels Nachfrage daher nicht statt.  Link

- Bahnhofsübergang
Bei der Querung des Bahngeländes wäre jeanclaude aus psychologischer Sicht ein Steg auf Ebene 1 sympathischer als eine Unterführung - und weil diese Lösung einfach mehr Planungsmöglichkeiten böte. Laut Mulitreiber könnte dieser mit einem Glasboden versehen werden.  Link
Elena hingegen ist nicht per se gegen Unterführungen, wenn sie hell und angenehm gestaltet sind. Wichtiger sei Barrierefreiheit, zum Beispiel für Rollstuhlfahrer. Dazu gehörten laut anderer Nutzer jedoch auch funktionstüchtige Aufzüge und für alte und behinderte Menschen geeignete Ampelschaltungen.

- Umbau Schillerstraße / Erhalt der Bäume
Der Umbau der Schillerstrasse in einen dreispurigen Boulevard erfordere laut Danubius das Abholzen Jahrzehnte alter Kastanien inkl. Strauchwerks - gleiches gälte für den Bereich Schillerrampe und Busbahnhof. Er befürchtet die Zerstörung einer bestehenden, funktionierenden Grünlunge. Citybahnhof entgegnet, dass die Schillerstraße mit der heutigen Straßenbreite auf drei Fahrspuren ausgebaut werden könne, eine dritte mittlere Spur zum Abbiegen und als Überquerungshilfe bekäme und dafür kein Baum gefällt werden müsse.
 Link

- Verkehrsgestaltung
Laut citybahnhof ist eine Fahrbahnreduzierung geeignet, um bei 2.500 Fußgänger in der Stunde, davon 800 über die vorhandenen Ampelanlagen und 1.700 in der vorhandenen Unterführung die Fußgängerüberquerung zu unterstützen: Bei einer Umlaufzeit von 90 s und einer Grünphase der Fußgängerampel von jetzt 15 s für eine Fahrspur und einer Breite der Fußgängerfurt von 15 m - wie es für den Bahnhofsplatz angemessen wäre - würde für einen 15-Minuten-Intervall in der Spitzenstunde eine mittlere bis gute Qualität erreicht. Dies empfinden andere Teilnehmende jedoch als zu knapp und selten für die Fußgänger — insbesondere morgens, wenn diese in Massen und nicht entsprechend der Grünschaltung über die Straße strömen.

Bei der Reduzierung der Fahrspuren sei laut citybahnhof entscheidend, dass die Knotenpunkte im Verkehrsnetz ihre heutige Leistungsfähigkeit behalten und mit der Verkehrsneukonzeption am Bahnhof Verkehrsbeziehungen vereinfacht werden können - z. B. Wegfall der Zufahrt an der Post mit dem Neubau von Parkgaragen und damit zusammenhängend eine Zu- und Ausfahrt am Parkhaus Deutschhaus in Zukunft nur noch von Süden möglich. Die dadurch freiwerdenden Fahrspuren wären geeignet, die Zufahrt- und Ausfahrtsrampen der neuen Parkgaragen nördlich und südlich der Passage aufzunehmen. Durch die Verbindung dieser Garagen erreiche man eine zusätzliche Entlastung des Bahnhofplatzes vom Autoverkehr. Die zwischen den Knotenpunkten liegende Straße sei auch mit einer Spur je Richtung geeignet, den restlichen Verkehr aufzunehmen. Mulitreiber wünscht sich in diesem Kontext ein Konzept wie in der Neuen Mitte, das von stark reduzierter Geschwindigkeit und (meistens) hervorragend funktionierender gegenseitiger Rücksichtnahme geprägt ist.  Link

Gemäß Verkehrskonzept zum Citybahnhof gäbe es zusätzlich eine Passage unter der Straße. So haben die Fußgänger die Wahl, die Fußgängerampel zu nehmen oder „die bequeme, barrierefreie und schnelle Verbindung von der Fußgängerzone zum Bahnhof und weiter zur Schillerstraße“, die gerade für Behinderte und alte Menschen wegen der geringstmöglichen Höhenunterschiede optimal sei. Außerdem sei so die Haltestelle sowohl vom Bahnhof, als auch von der Innenstadt gleich gut zu erreichen.

Die Investitions- und Folgekosten eines Tunnels seien gerade vor dem Hintergrund des Stadthaushalts und der aktuellen Probleme um die B10-Sanierung nicht vertretbar. Nach Ansicht anderer sei eine Unterführung für den Straßenverkehr indes nicht teurer als eine für die Fußgänger, zumal wenn diese auch noch "barrierefrei" sein soll, da sie Wartungs- und Stromkosten für Fahrtreppen und Aufzüge, Lüftung, Reinigung und Beleuchtung benötige.  Link

- Busbahnhof
Jeanclaude schlägt die Verlegung des Busbahnhofs an die Schillerrampe vor, um einerseits eine Verkehrsberuhigung zu erzielen und andererseits eine kürzere Anbindung an die Ausfallstraßen zu bewirken. Dies wird kontrovers diskutiert, da eine solche Lösung auch verkehrstechnische und stadtplanerische Nachteile mit sich bringe. Angeregt wird zudem eine Verzahnung des innerstädtischen mit den regionalen Verkehren mit geeigneten, stadtrandnahen Umstiegsplätzen zum SWU-Verkehr.  Link

- Parkplätze
Hugo36 plädiert gegen eine Ansiedelung aller Parkplätze im Westen, sieht eine Aufteilung der Verkehrsströme nach Ost und West aber als notwendig an. Wenn Taxen und Pendlerverkehr z.B. auf der Westseite unterkommen, verringere sich der Individualverkehr vor dem Bahnhof in der Friedrich-Ebert-Straße.  Link
Andere wünschen sich Fahrradboxen am Bahnhof, die sehr kostengünstig (mit Zeitkarte kostenlos) und in ausreichender Anzahl (evtl. über die Zeitkarte dauerbuchbar) vorhanden sein sollten.  Link


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  Kommentare
Linie_2 am 15.07.2011 8:33:59

Nochmal zum Thema Moderation,
obwohl das eigentlich absolut OT ist.
(für weniger routinierte Nutzer: OT=off-topic, gehört also nicht hier her)
Aber genau das ist ja die Schwäche dieses Forums - es gibt scheinbar keine sinnvolle Möglichkeit Diskussionsstränge (Threads) zu erzeugen und zu verfolgen.

Mit meiner Kritik an der Moderation wollte ich niemanden einen bewußten tendenziösen Einfluß unterstellen. Mir drängt sich nur der Eindruck auf, dass diese Fa. DEMOS bzw. deren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen keine wirklich umfangreiche Erfahrung mit Online-Foren hat und es aus verschiedenen Gründen dem Auftraggeber besonders Recht machen wollen.

Das ist nicht weiter verwerflich, schliesslich leben wir in einer freien Marktwirtschaft und ich hätte ja selbst diese Leistungen anbieten können. Da wäre dieses Forum sicher anders aufgebaut aber wahrscheinlich nicht entscheidend besser.

Die Kritik soll einfach nur dazu dienen, beim nächsten Mal (in der nächsten Stadt *g*) manche Fehler zu vermeiden und sich vorher einmal Gedanken zu machen, ob die jetzige Struktur und Vorgehensweise wirklich weiter verfolgt werden soll.

PS: Ich bin auch schon sehr gespannt, was denn nun mit den Forenbeiträgen nach dem 29. passiert.

donaufisch am 14.07.2011 14:53:50

Unabhängigkeit der Moderation des Internetforums „Citybahnhof Ulm“?

Das Internetforum „Citybahnhof“ organisiert eine private Firma mit Namen DEMOS Gesellschaft für E-Partizipation mbH (  Link ).

Jeder kann dort im „Leistungspaket“ eine „erlebnisorientierte Bürgerbeteiligung“ erwerben.

Wörtlich heißt es auf der Internetseite des Unternehmens:

„Moderierte Internetdiskussionen realisieren wir für Sie mit unserem Leistungspaket DEMOS-Diskurs, mit dem Bürger die Zukunft ihres Gemeinwesens interaktiv mitgestalten können.“

Die Stadt Ulm ist der Auftraggeber der „erlebnisorientierten Bürgerbeteiligung“. Die Firma erhält nach Presseberichten (SWP vom 29.6.2011) für ihre Leistungen 40.000 Euro.

Wie einige Teilnehmer bemerkt haben, sind die Zusammenfassungen der Diskussionsbeiträge tendenziös und die Beteiligung der Moderation am Forum alles andere als zurückhaltend. Der Verdacht drängt sich auf, dass die offene Diskussion kanalisiert und am Ende instrumentalisiert werden soll.

Ich werde zwar weiterhin als Forumsteilnehmer registriert bleiben, aber meine Skepsis ist sehr groß.

Ich hoffe, die Moderation wird sie widerlegen.

Moderation am 14.07.2011 14:07:03

Hallo Ulmi,

vielen Dank für die Nachfrage. Wir werden die einzelnen Aspekte und die eingebrachten Argumente jetzt nach und nach in thematische Wikis übertragen, die auf die Plattform gestellt und von allen registrierten Nutzern dann überprüft und bearbeitet werden können.

Über diesen Weg wollen wir sicherstellen, dass die Zusammenfassungen am Ende alle Argumente enthalten und die Aussagen aller Teilnehmenden tatsächlich wiedergeben.

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)

Ulmi am 14.07.2011 13:46:49

Hallo miteinander!

Aus meiner Sicht sind die Zusammenfassungen viel zu ausführlich. Dadurch erscheinen sie tendenziös, denn manche Ansichten werden über mehrere Absätze weg zitiert, andere gehen ganz unter. Ich finde es zwar lobenswert, dass sich jemand die Mühe macht und Zusammenfassungen schreibt, aber das widerspricht dem Geist dieses Onlineforums, es ist zudem kontraproduktiv.

Eine Zusammenfassung in dieser Art ist nur dann sinnvoll, wenn ein Konsens erreicht werden soll. Dann aber muss die Zusammenfassung im DIALOG unter Beteiligung aller erarbeitet und abgestimmt werden.

Auch in einem anderen Punkt muss ich Linie_2 zustimmen: Die Zusammenfassungen stören den Diskussionsverlauf im Forum. Wäre es möglich, diese nur in die so genannte Infothek zu setzen? Neue Benutzer kann man ja per Hinweis in der Kopfzeile auf die Infothek aufmerksam machen.

Zur Moderation im Allgemeinen:

Auch ich habe den Eindruck gewonnen, dass dieses Forum deutlich übermoderiert ist. Mehrfach ist mir aufgefallen, dass eine konstruktive Diskussion zwischen zwei oder drei Teilnehmern durch einen Moderationsbeitrag unterbrochen wurde, der mit dem Thema des jeweiligen Threads kaum etwas zu tun hat. Das führt zu der Vermutung, dass dadurch bewusst von ungewünschten Diskussionsthemen abgelenkt werden soll.

Ich kann nur hoffen, dass mich mein Eindruck täuscht. Denn sonst wäre das sehr schade, denn sonst wäre das Forum eine reine PR-Veranstaltung, die versucht, die Bürger von den Zielen der Stadtverwaltung zu überzeugen - und nicht umgekehrt, wie man das eigentlich von einem solchen Forum erwarten würde.

Denn eines hat sich im Lauf der Diskussionen schon gezeigt: Die Bürger wollen - gerade im Bereich Verkehr - mehrheitlich etwas anderes als die Stadtverwaltung. Dieses Bild ergibt sich deutlich, wenn man das enge Vorgaben-Korsett für den Architektenwettbewerb mit den Äußerungen im Forum vergleicht. Vielleicht ist das der Stadtverwaltung Ulm unangenehm? Oder ist es der Forumsbetreiberin unangenehm, diese Tatsache der Stadtverwaltung mitzuteilen? Oder hat die Forumsbetreiberin den Auftrag, für die Ziele der Verwaltung zu werben? Wir wissen es nicht. Ich persönlich glaube an der Gute und hoffe einfach, dass der erste Eindruck täuscht.

Was passiert am 29. Juli?

Dieses Forum soll am 29. Juli geschlossen werden. Die Betreiberin, eine private GmbH aus Hamburg, wird sicher einen Bericht verfassen und diesen der Auftraggeberin, der Stadt Ulm, zukommen lassen. Ein Bericht ist wie geschaffen für die Aufnahme von "Zusammenfassungen".
Gehe ich recht in der Annahme, dass die hier vorgestellten und umstrittenen Zusammenfassungen ein wesentliches Endergebnis der Veranstaltung "Forum" sein werden?

Auch das wäre sehr schade...

...meint Ulmi

Moderation am 14.07.2011 11:08:23

Hallo Linie_2, liebe Teilnehmende,

die Zusammenfassungen sind ein Hilfsmittel zum Einstieg in die Diskussion - insbesondere für neue Teilnehmende oder Nutzer/innen, die nicht täglich auf die Plattform sehen können.

Da diese Zusammenfassungen jedoch nicht immer wieder alle Diskussionsaspekte und zugehörige Pro- und Contraargumente der umfassenden Onlinediskussion enthalten können, sondern nur die jeweils neuesten Beiträge, gibt es einerseits eine Liste der gesammelten Zusammenfassungen in der Infothek (  Link ) als auch die Links innerhalb der Zusammenfassungen zu dem jeweiligen Diskusionsstrang, um interessante Aspekte schnell finden, nachlesen und kommentieren zu können.

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)

Linie_2 am 14.07.2011 10:37:08

Abgesehen davon, daß solche beinahe schon täglichen Zusammenfassungen ausgewählter Diskussionsbeiträge unter einem neuen, eigenständigen Thread nicht nur störend bzw. verwirrend sind und daher, wenn überhaupt, nur am Ende einer Diskussion statt finden sollten, widerspricht die gezielte Auswahl (genauer gesagt, das gezielten Weglassen) einzelner Beiträge durch die Moderatorin dem Grundgedanken eines Online-Forums.
So entsteht der Eindruck, dass hier (wieder nur) ausschließlich die Beiträge weiter verfolgt werden sollen, die im Sinne des Betreiber des Forums sind.

In dieser Zusammenfassung fehlt nicht nur wie von "donaufisch" kritisiert, das Thema Finanzierung, auch der Vorschlag Straßenbahnhaltestelle am Westausgang wurde ausgeblendet.
Die sehr ausgiebige Diskussion über eine Tieferlegung der Friedrich-Ebert-Str.(Auto-Tunnel), wie sie innerhalb der Kommentare zum Entwurf Heide statt gefunden hat, wird auf einen Nebensatz reduziert ("Nach Ansicht anderer ...), die Meinungen zum Pro und Contra von Hochhäusern werden nicht weiter erwähnt.

Bedeutet etwa das regelmäßige Zusammenfassen von Themen und das anschließende "Verschieben" in die Infothek, dass diese Beiträge damit als abgeschloßen und erledigt zu betrachtet sind und nicht mehr weiter verfolgt werden sollen?

Wenn man der Gesamtzahl der Beiträge unter der Rubrik Hauptforum die Summe der Beiträge des Teilnehmers "Moderation" gegenüber stellt kommt man auf ein Verhältnis von 36 / 20. Das sind mehr als die Hälfte - erschreckend!

Entschuldigung! Aber meines Erachtens nach sollte ein Forum wie dieses etwas anders (offener und zurückhaltender) moderiert werden als eine Bürgerversammlung, eine Sitzung der RPG oder eines der vorgesehenen Fach-Foren, die sicher eine ordnende Hand erfordern um nicht aus zu ufern.

Die Aufgabe eines Moderators in einem Online-Forum besteht m.E. darin, darauf zu achten, daß die Spielregeln eingehalten werden und die Beiträge ggf. zu strukturieren. Es sollte nicht versucht werden die sich entwickelnden Diskussionen inhaltlich zu steuern (schon gar nicht in eine bestimmte Richtung) oder einzelne Beiträge hervor zu heben bzw. ab zu werten (z.B. durch eigene "Zusammenfassungen").
Natürlich können/sollen vom Moderator auch neue Fragestellungen aufgeworfen und durch Nachfragen einzelne Beiträge vertieft werden.
Aber auf die klassischen Moderationstechniken (kategorisieren, Konsensbildung usw.) oder die Regeln der E-Moderation, wie sie z.B. bei Online-Meetings angewendet werden, sollte man hier erst einmal verzichten.

Ansonsten wird sich die Diskussion sehr schnell in ein freies Webforum oder Blog verlagern.
Das wäre schade, denn ich empfinde es als eine gute Idee, daß die Stadtverwaltung diese Plattform hier geschaffen hat!

Moderation am 14.07.2011 9:16:38

Hallo donaufisch,

die Diskussion zur Finanzierung des Projektes wurde in der vorangegangenen Zusammenfassung (9./10.7.) dargestellt.

Die gesammelten Zusammenfassungen finden Sie in der Infothek oder auch als Beitrag hier im Forum:  Link

Viele Grüße,
B. Hohberg (Moderation)

donaufisch am 13.07.2011 22:58:06

In Ihrer Zusammenfassung der Diskussionsbeiträge vom 12.-13.7. vermisse ich einen Hinweis auf die Fragen der Finanzierung des Großprojektes „Citybahnhof“.

Vor allem der Vorschlag des Diskussionsteilnehmers Ulmi hätten erwähnt werden müssen.

Er schlug vor, sich an unserem Nachbarn Schweiz ein Beispiel zu nehmen. Dort werden die Bürger über die Kosten eines Großprojektes informiert und könnten dann entscheiden, was sie sich leisten wollen.

Das Prinzip der Kostentransparenz solle auch beim Ulmer Bahnhofsprojekt gelten.

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