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Hinweise zur Neugestaltung

Beantwortung der fachlichen Fragen aus der Livediskussion mit Volker Jescheck

von citybahnhof am 21.07.2011 | 10:59 | Kommentare: 12 |

Hallo,

ich werde in den nächsten Tagen sukzessive die von Teilnehmer Ulmi im Liveforum gestellten Fragen beantworten.

Schönen Gruß

citybahnhof

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  Kommentare
Ulmi am 28.07.2011 19:27:17

Hallo und vielen Dank für die in Aussicht gestellten Informationen.

Der genannte Verkehrsbericht ist leider nur eine Zusammenfassung von Verkehrszählungen und nicht geeignet, die Fragen zu beantworten, die hier im Forum aufgekommen sind. Deswegen bitte ich noch einmal um die "echten", also die detaillierteren Zahlen, die dem groben Verkehrsbericht zu Grunde liegen.

citybahnhof am 26.07.2011 15:08:38

Hallo,

ich werde versuchen, die Fragen, soweit vorhanden und greifbar noch während der Laufzeit dieses Forums zusammenzustellen, kann das allerdings nicht garantieren. Ich bitte, mir das nachzusehen.
Ich verweise hier aber nochmals auf den Verkehrsbericht.  Link Die wesentlichen Zahlen sind hier bereits veröffentlicht.

Ulmi am 25.07.2011 21:32:33

Hallo,
können wir bitte noch die Zahlen zu 3. haben? Das würde uns bei unseren Überlegungen sehr viel weiterhelfen...
Dank im Voraus!

Volker T. am 23.07.2011 8:57:58

Was mir am aktuellen zustand des Bahnhofs besonders störend auffällt:
Die große Zuginformationstafel ist direkt über der Treppe des Tunnels für die Bahnsteige angebracht. Dies hat zur folge, dass Personen die sich über Züge informieren wollen quasi eine Kette vor der Treppe bilden, und der Zugang zu dem Tunnel dadurch zumindest teilweise blockiert wird.
> Mein Vorschlag für den neuen Bahnhof:
nicht eine Große Infotafel Quer über über dem Tunnel anbringen, sondern viele kleinere seitlich im Tunnel.

Ulmi am 23.07.2011 1:01:38

Hallo und erst einmal herzlichen Dank für die bisherigen sehr ausführlichen Antworten!


zu 1. Frage zur Neubaustrecke

Es beruhigt mich, dass es keinen Totalumbau wie in Stuttgart geben wird. So hält sich sicher auch die Belastung durch die Baustelle in Grenzen.
Mir ist bei den Entwürfen aufgefallen, dass manche einen zusätzlichen Fußgängersteg nördlich des Bahnhofs vorsehen. Ich hoffe, das beißt sich dann nicht mit der Einfädelung der Neubaustrecke.


zu 2. Frage zu den Höhen über NN

Interessant wäre die Frage, ob die Haltestelle höher liegt. So vom Eindruck her würde ich sage, das könnte der Fall sein. Dann nämlich werden auch die Rampen für einen Straßentunnel ein paar Meter kürzer - so meine Hoffnung. :-)
Ich werd mir das aber noch einmal genau anschauen.


zu 3. Frage zu Verkehrszahlen

Hier bitte ich noch um Antwort, die Zahlen wären wirklich interessant.


zu 4. Fahrgastzuwachs

OK, dann hatte ich das mit den 40.000 falsch verstanden. Gibt es eine Prognose der Bahn, inwieweit sich die Anzahl der Fahrgäste mit Ziel oder Ausgangsort Ulm erhöhen wird?


zu 5. Weniger Gleise

Klingt einleuchtend. Danke!


zu 6. Mehr Bahnsteige

Danke, vorgestern hab ich nochmal vor Ort nachgezählt. Es gibt im Moment insgesamt 12 Bahnsteiggleise. 7 davon sind Durchgangsgleise: 1,2,3,4,6,7 und 8. Stumpfgleise sind es 5: 5a,5b,25,27 und 28 (25-28 am "Bayerischen Bahnhof").
Ich finde es gut, dass der Bayerische Bahnhof bestehen bleibt und die Anzahl der Bahnsteiggleise sogar erhöht wird! Wäre es möglich, im Zuge dieses Projekts den Bayerischen Bahnhof besser mit einzubinden, so dass die Umsteigewege kürzer werden? Besonders schlecht zu erreichen sind heute auch die Gleise 5a und 5b. Vielleicht könnte man die Bahnsteige neu aufteilen, so dass Stumpfgleise am Bahnsteigende gar nicht mehr notwendig sind?


zu 7. Modernere Bahnsteige

Derzeit gibt es zwei Fußgängertunelle zu den Bahnsteigen: eines über den Haupteingang und ein zweites einige Meter nördlich. Das zweite Tunell verbindet nur die Bahnsteige der Gleise 1, 2/3 und 4/5a/5b/6. Dieses zweite Tunell wurde früher vermutlich für die Gepäckbeförderung gebaut. Die Idee, es heute für einen barrierefreien Bahnsteigzugang zu nutzen, finde ich ausgezeichnet. Es wird auch relativ gut von den Reisenden angenommen, ich sah viele Umsteiger. In den Entwürfen hab ich es aber nicht gesehen, man hätte es doch leicht einfach verwenden können - es ist schließlich schon da und damit billig zu haben. Oder hab ich es übersehen? Klar, man müsste es zu Bahnsteig 7/8 und zum neuen Bahnsteig verlängern und vielleicht vom Bahnhofsplatz her eine Rampe bauen, aber das ist dann nicht mehr sooo teuer.

Was ich nicht verstanden habe, ist übrigens, dass man den neuen Steg nicht auch als Bahnsteigzugang genutzt hat. So wären die Fußgänger, die von der Schillerstraße aus zum Zug wollen, schon heute in den Genuss einer kürzeren Anbindung gekommen. Ich hab diese Frage auch am Mittwoch auf der Ausstellung der Entwürfe gestellt, aber derjenige, die die Ausstellung betreut hat, wusste vom Projekt so gut wie nichts. Das ist irgendwie schade... Kennen Sie den Grund, weswegen es keine Bahnsteigabgänge am neuen Steg gibt?


zu 8. Mehr Parkplätze

Danke für die exakte Aufschlüsselung!
Wenn ich das richtig verstehe, wächst die Anzahl der Stellplätze im Osten von heute 449 auf zukünftig 300 180 200 = 680 erhöht. Mehrverkehr in der Friedrich-Ebert-Straße erwarten Sie deswegen nicht, weil die Garagen nur von Norden bzw. Süden aus erreichbar sind. Das klingt für mich im ersten Moment logisch. Jedoch wird es vermutlich Leute geben, die von Süden aus in die Parkgarage Nord wollen - und umgekehrt. Die müssten dann durch die Friedrich-Ebert-Straße fahren und wenden. Aber ok, es werden schon nicht so viele sein.

citybahnhof am 21.07.2011 12:11:38

8. Mehr Parkplätze
Laut Internet soll die Anzahl der Parkplätze östlich des Bahnhofs wachsen. Unter dem neuen Bahnhof soll es 300 (Ihre Aussage) und nach anderen Quellen 200 Plätze geben. Was ist richtig, und wie viele Plätze werden es insgesamt sein, also inklusive der ebenerdigen?

Welchen Mehrverkehr erwarten Sie dadurch auf der Friedrich-Ebert-Straße, das heißt, wie schätzen Sie die Umschlagzahlen dieser Parkplätze ein?

Ebenerdige Stellplätze heute: 324
Tiefgarage Hotel heute: 125

Das Parkierungskonzept für die Zukunft sieht Folgendes vor:
Tiefgarage am Bahnhof (Parkgarage Nord) künftig: ca. 300
Tiefgarage Dienstleistungszentrum Süd unter dem ZOB künftig: ca. 180
Tiefgarage Hotel künftig: ca. 200
(Garage unter ZOB und Hotelgarage bilden eine Einheit: Parkgarage Süd)
Parkgarage an der Schillerstraße: 400
Erschließung der Garage Nord ausschließlich von und nach Norden in der Olgastraße.
Erschließung Garage Süd ausschließlich von und nach Süden in der Fr.-Ebert-Str.
Beide Garagen sind miteinander verbunden.
Die Lagen der Erschließungsrampen können den Entwurfsplänen entnommen werden. (z. B. Kappler Sedlak)
Mehrverkehr wird nicht erwartet.

citybahnhof am 21.07.2011 11:49:46

7. Modernere Bahnsteige
Die Bahnsteige sollen erneuert werden. Aus Gründen von Barrierefreiheit und Komfort wird es wahrscheinlich Aufzüge und Rolltreppen geben. Es ist jedoch bekannt, dass die Verkehrsleistung deutlich sinkt, wenn man normale Treppen durch Rolltreppenpaare und Aufzüge ersetzt.
Wie wollen Sie sicherstellen, dass sich die Leistung trotzdem erhöht? Die folgenden Maßnahmen wären dazu geeignet:
- deutliche Vergrößerung der Bahnsteigbreite
- Schaffung eines zweiten Zugangstunnels
Großstädte haben oft zwei Bahnsteigunterführungen, manchmal sogar drei. Ist die Umsetzung solcher Maßnahmen geplant?

Antwort: Ein Ersatz von Treppen durch Rolltreppen und Aufzüge kann ich mir nicht vorstellen. Es wird immer Treppen zu den Bahnsteigen geben. Zusätzlich wird man die Barrierefreiheit herstellen müssen, dies ist mit Aufzügen oder Rampen möglich.
Eine Verbreiterung der Bahnsteige ist aus heutige Sicht nicht möglich, da dafür der Platz im Bahnhofsbereich nicht zur Verfügung steht.
Ob es einen zweiten Zugangstunnel geben kann, ist ebenfalls ´noch nicht entschieden.

citybahnhof am 21.07.2011 11:43:32

4. Fahrgastzuwachs
Vor einem Jahr haben Sie prognostiziert, dass den Bahnhof in Zukunft täglich 40.000 statt heute 30.000 Menschen passieren werden. Woher kommt dieser Zuwachs? Handelt es sich rein um zusätzliche Bahn-Fahrgäste, die bald die Neubaustrecke Richtung Stuttgart nutzen? Falls nicht, wie genau teilt sich dieser Zuwachs auf die verschiedenen Verkehrsträger auf?

Antwort: Nach den heutigen Zahlen nutzen täglich 30.000 Personen den Bahnhof als Bahnreisende. Insgesamt sind täglich 40.000 im Bahnhof. Die Bahn geht von einer Zunahme dieser Zahl aus - natürlich auch in Verbindung mit der Neubaustrecke. Eine Prognose über eine Aufteilung des Zuwachses auf die unterschiedlichen Verkehrsträger könnte sicherlich angestellt werden. Allerdings wäre dies mit den unterschiedlichsten Einflussgrößen verbunden, so dass an die Aussagekraft einer solchen Untersuchung berechtigte Fragen gestellt werden könnte.

citybahnhof am 21.07.2011 11:34:35

5. Weniger Gleise
Es ist geplant, die Anzahl der Gleise am Hauptbahnhof auf der Westseite um 4 zu reduzieren. Dabei handelt es sich glücklicherweise nicht um Bahnsteiggleise.
Wie ist sichergestellt, dass sich dies nicht negativ auf die Leistung auswirkt? Nach dem Bau der neuen Strecke sollen laut Bahn durch Ulm deutlich mehr Personenzüge und auch mehr Güterzüge fahren als vorher. Warum werden diese Gleise abgebaut, und wofür wird der frei werdende Platz genutzt?

Antwort: Die Gleise an der Schillerstraße werden zum Rangieren, Zusammenstellen und Abstellen von Zügen genützt - also nicht zur Durchfahrt. Mit dem Neubau eines Serviceenters der Bahn im Rangierbahnhof werden diese Gleise aber nicht mehr für die genannte Funktion nötig sein. Dies wird frühestens 2015 der Fall sein. Die Fläche soll dann für den neuen Westzugang zum Bahnhof, einen Vorplatz, ein Parkhaus und für einen Freiraum genutzt werden. Ohne diese Gleise gibt es keine Möglichkeit eine Bahnhofspassage bis an die Schillerstraße zu bauen.

citybahnhof am 21.07.2011 11:26:59

6. Mehr Bahnsteige
Es war geplant, die Anzahl der Bahnsteige von 4 auf 5 zu erhöhen. Ist das nach wie vor richtig? Inwieweit ändert sich dadurch die Anzahl der Bahnsteiggleise? Ich habe den Überblick verloren.
Wie viele Bahnsteiggleise hat der Ulmer Hauptbahnhof heute insgesamt? Und wie viele werden es nach dem Umbau sein? Wie viele davon sind heute Stumpfgleise und wie viele werden in Zukunft Stumpfgleise sein?

Antwort: Mit den Genehmigungsunterlagen zur Neubautrecke wurde auch ein zusätzlicher 5. Bahnsteig für den zunehmenden Regionalverkehr vorgesehen. Es ist zur Zeit unklar, ob dieser Bahnsteig kommt. Heute gibt es 9 Bahnsteiggleise, davon zwei Stumpfgleise am "Bayerischen Bahnhof" (nach meinen Planunterlagen). Mit dem Bahnsteig 5 würden noch zwei Gleise dazukommen.

citybahnhof am 21.07.2011 11:11:33

2. Frage zu den Höhen über NN
Liegt die Schillerstraße höher oder niedriger als die Friedrich-Ebert-Straße? Wo sind genaue Höhenquerschnitte (so genannte Höhenpläne) der folgenden Achsen einsehbar (Istzustand)?
- West-Ost: Bahnhofsunterführung - Straßenbahnhaltestelle - Innenstadt
- Nord-Süd: Friedrich-Ebert-Straße - Olgastraße, von Neutorstraße bis Neue Straße

Antwort: Schillerstraße und Bahnhofplatz haben die gleiche Höhenlage - ca. 478,00 ü NN
Die Friedrich-Ebert-Str. verläuft von Süd nach Nord von ca. 477,00 bis 478,80 ü NN.
Genaue Höhendaten sind bei der Abteilung Messung der Stadt Ulm in der Münchner Straße 2 erhältlich. Angaben zu Haltestelle und Bahnhofspassage können bei mir eingesehen werden (nach Terminabsprache).

citybahnhof am 21.07.2011 11:01:21

1. Frage zur Neubaustrecke
In der Auslobung zum Architektenwettbewerb heißt es "Bei der Planung von Entwicklungsstufen des City-Bahnhof-Ulm-Konzeptes und der Entwicklung des Bahnhofumfeldes ist der zeitliche Zusammenhang mit den Baumaßnahmen der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm zu beachten".
Frage: Welche genauen baulichen Veränderungen sind im Bereich des Bahnhofs auf Grund der Neubaustrecke Ulm-Wendlingen zu erwarten?

Antwort: Wie den Genehmigungsunterlagen entnommen werden kann, führt die neue Strecke von Dornstadt in einem Tunnel direkt in den Bahnhofsbereich. Der Großteil der Veränderungen ist demnach im nördlichen Bereich des Bahnhofs mit dem Tunnelportal, einem Trogbauwerk sowie einer neuen Eisenbahnbrücke für die Gleise der heutigen Strecke. Sonst gibt es keine nennenswerten Baumaßnahmen.
Die in der Auslobung genannten Entwicklungsstufen beziehen sich in der Hauptsache auf die notwendigen Baustelleneinrichtungsflächen im Theaterviertel und an der Schillerrampe. So können z. B. Teile des Theaterviertels erst nach Räumung der Baustelle neu gestaltet werden.

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