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  Kommentare
deko Linie_2 am 29.07.2011 9:01:12

Ich verstehe nicht, wie man in dieser Frage so ausschließlich schwarz-weiß argumentieren muß wie es in anderne Beiträgen zu diesem Thema der Fall ist.

Die Anzahl der abgegebenen Stimmen zeigt zwar, daß der Wunsch da ist, den Bahnhofsvorplatz vom Autoverkehr zu entlasten und die derzeit miserable Bahnhofsunterführunge abzulösen.
Aber warum soll das nur mit einem Autotunnel möglich sein?
In der Neuen Straße hat man das doch auch ohne glänzend gelöst!

Wie das Umfeld des Bahnhofs mit Tunnel aussehen würde zeigt z.B. der Luisenplatz in Darmstadt. Die hässlichen Löcher für die Tunnelein-/ausfahrten Rheinstraße/Cityring verschandeln das Stadtbild. Der an sich schöne Stadtmittelpunkt vermittelt durch seine intensive Nutzung als ÖPNV-Umsteigepunkt den Eindruck, das Beste an Darmstadt ist die Möglichkeit, möglichst schnell wieder weg zu kommen aus diesem Ort.

Ich möchte nicht, daß Ulm-Besucher, die eben erst mit dem Zug angekommen sind, diesen Eindruck auch bei uns bekommen.

Statt dessen biete sich durch eine 2-Wege-Lösung eine wesentlich bessere Alternative.

Reisende, die auf den Nahverkehr umsteigen, können das ebenerdig und unbeeiträchtigt vom Autoverkehr auf dem neu gestalteten Bahnhofsplatz.
Dazu wird die Haltestelle näher vor das Empfangsgebäude verlegt. Die F-E-Straße führt dann mit beiden Spuren direkt neben dem (leider nicht zur Disposition stehenden) Betonklotz vorbei, der die Innenstadt weiterhin vom Bahnhof abriegeln wird.
Durch die dann jeweils einspurige Verkehrsführung bekommt die Haltestelle mehr Raum. Eine gefährliche Überquerung der Straße ist nicht mehr notwendig und damit die Diskussion um Rotphasen und Überwege obsolet.

Die Mehrheit der Fußgänger erreichen die Innenstadt von der Haltestelle am Bahnhofsvorplatz, aus dem Tunnel zur Schillerstraße und vom Bahnhof selbst durch eine weitgehend offen gestaltete Passage auf Ebene -1.

Daß so eine Passage mit ihren breiten und sanft ansteigenden Zugängen, den zusätzlichen Lichtkuppeln und in ihrer offenen Gestaltung an Helligkeit und Luftigkeit nichts mehr gemeinsam haben muß mit der jetzigen Unterführung oder z.B. der Klett-Passage zeigen u.a. die Vorschläge von Gössler Kinz Kreinbaum (  Link ) und AP Plan.

Hier merkt ein Passant kaum, daß er sich unterhalb des umgebenden Niveaus bewegt.

Ein Autotunnel jedoch würden doch nur wieder ein Stadtbild aus den 60er und 70er Jahren verfestigen.

deko Linie_2 am 29.07.2011 7:35:17

Gute Idee, nur etwas zu spät!
Major Prittwitz (ja, derjenige, der die Bundesfestung gebaut hat) kam schon vor über 150 Jahren auf eben diesen Gdeanken.
Er wollte den Bahnhof in Ost-West Richtung nördlich der Karlstraße haben.

Leider waren die Ulmer mehrheitlich dagegen; auch aus Gründen, die für die Treiber von Stuttgart21 wichtig zu sein scheinen.

Und den Bahnhof heute zu verlegen kann/will sicher niemand mehr bezahlen

deko Ulmi am 28.07.2011 23:48:45

Ihr habt ja alle sooo recht!

Dieser Vorschlag war ja nur für den Fall gedacht, dass die Tieferlegung der Friedrich-Ebert-Straße scheitert - aus welchen Gründen auch immer.

Auch ich bin sehr für einen Platz für Menschen, nicht für Autos.

Und dort, wo es nicht anders geht, weil Sachzwänge dagegen sprechen oder die Politik blockiert, muss eben klargestellt sein, dass Fußgänger Vorrang haben - auch was die Bemessung der Grünzeit betrifft.

deko Ulmi am 28.07.2011 23:43:38

Stimmt AlexUL,
kommt noch dazu, dass die Luft in der Klett-Passage trotz der vielen Zugänge recht stickig ist, weil dort überall (ganz legal) geraucht wird.

deko AlexUL am 28.07.2011 22:47:04

Schauen wir uns als Vergleich doch einfach mal die Klett-Passage in Stuttgart an, die den Hauptbahnhof unter dem Arnulf-Klett-Platz hindurch mit der Fußgängerzone verbindet. Solange die Läden geöffnet und viele Menschen unterwegs sind, ist alles okay. Aber am späten Abend ist dies kein Ort, wo man sich wohlfühlen kann.

deko AlexUL am 28.07.2011 22:46:33

Schauen wir uns als Vergleich doch einfach mal die Klett-Passage in Stuttgart an, die den Hauptbahnhof unter dem Arnulf-Klett-Platz hindurch mit der Fußgängerzone verbindet. Solange die Läden geöffnet und viele Menschen unterwegs sind, ist alles okay. Aber am späten Abend ist dies kein Ort, wo man sich wohlfühlen kann.

deko Steffi am 28.07.2011 13:23:43

Ich kann diesem Vorschlag grundsätzlich nur zustimmen. Inbesondere, da in meinen Augen die Radwege in Ulm sehr häufig nur Stückwerk sind. Es gibt sehr gute Wege, die dann ziemlich spontan enden (z.B. Olgastraße am Theater).
Und ein durchgehend guter Radweg vom alten Friedhof über die Zeitblomstraße bis zur Blauinsel würde sicherlich einigen helfen und zudem vielleicht auch weiteren Leuten Anreize bieten, im innerstädtischen Verkehr auf das Rad zu wechseln...

deko Martin Brenner am 28.07.2011 9:39:18

Da muß ich leider Linie_2 zustimmen. Ich kenne die Situation in Karlsruhe, und das war laut dem unten verlinkten Forenthread auch das diskutierte Vorbild für Ulm (mit Umspurung auf Normalspur), wurde aber anscheinend schon von der SWU abgelehnt. Diese Variante hätte auch den Nachteil, die Innenstadt von Neu-Ulm nicht abzudecken und würde sicher dadurch den Bewertungsindex senken.

Zwar wurde die untersuchte Streckenführung nach Ludwigsfeld negativ (bzw. <1) bewertet, aber eine angedachte Alternative, in der standardisierten Bewertung noch nicht berücksichtigte Streckenführung durchs Vorfeld schien aussichtsreich. Eine gute Übersicht über die Entwicklung, auch mit Links zu Gemeinderatsbeschlüssen, gibt

 Link

deko Astrogirl am 26.07.2011 10:18:24

Die Unterführung am Bahnhof ist schon alleine deshalb unpassierbar, weil es dort oft so sehr nach altem Bratfett stinkt, dass man das sogar noch auf dem Bahnhofsvorplatz riecht. Eklig! Und dass die Rolltreppen oft nicht funktionieren ist für Gehbehinderte noch ein Grund, lieber oberirdisch die Straße zu queren.

deko Linie_2 am 26.07.2011 7:54:53

Im Prinzip ist das eine gute Idee, sinnvoll umsetzbar ist sie aber sicher nicht.
Erstens hat die Ulmer Straßenbahn eine andere Spurweite (1000 mm) als die "große" Bahn (1465mm). Es müßte also ein Zweipurgleis gebaut werden und das ist nicht nur technisch aufwändig sondern rechtlich problematisch.

Zweitens sind die beiden Strecken, die jetzt über die Eisenbahnbrücke führen, schon so ausgelastet, daß sie den doch recht engen Taktverkehr der Straßenbahn kaum verkraften würden. Es besteht die große Gefahr, daß es regelmäßig zu Verspätungen bei der Straßenbahn kommt weil am Nadelöhr Bahnbrücke der Zugverkehr Vorrang hat.

deko Erik am 25.07.2011 12:43:30

Schönheit und Funktion muss kein Widerspruch sein.
Selbst kostenbedingter Minimalismus kann ansprechend umgesetzt oder ergänzt werden, wenn man nur wollte.

Man könnte den Großteil des Vorplatzes, der Bahnhofshalle, den Bahnsteigen minimal, effizient und funktional halten, hell mit viel Glas und Stahl und ohne Schnörkel.

Zum ästhetischen Ausgleich könnte man ein oder mehrere Optionen auswählen:
-

- eine schöne Fassade zum Vorplatz (Naturstein, Klinker, alternative Materialien, KEIN Glas oder grauer Sichtbeton)
- innen große Wandflächen nicht schmucklos lassen, optisch per Anstrich mit der Architektur verbinden (z.B. Vertikalität betonen, oder die "Laufrichtung" betonen => vorher Grafikdesigner oder bildende Künstler konsultieren)
- hier und da interessante architektonische Details einbringen (Pfeiler, offene Träger, Simse, Risalite, Lichtkuppel, Winkel, o.ä.)
- Boden z.B. mit Schachbrettmuster, o.ä. gepflastert (schwarz-weiß wie das ULMER Wappen?!)
- bepflanzte Atrien/Lichthöfe/"Vitrinen"
- Lichtstelen (z.B. LED hinter Milchglas, wäre interessant farblich-/intensitätssteuerbar je nach äußeren Lichtverhältnissen)
- eine Skulptur mit ULM-Bezug erhöht in den Raum setzen (inszeniert die eigenständige Identität)
- alternativ eine permanente, aber dezente Installation von eisenbahnspezifischen Objekten als Blickfang (z.B. Wagenrad/-achse, Signal, Bahnschwelle mit Gleisen eingelassen im Boden unter Glas)
- ein echter Picasso/van Gogh/Dalí über dem Haupteingang (Mist, zu teuer). Spässle ;-)
-

Oder gleich schön UND funktional bauen, das ist jedoch heute unbezahlbar. Daher plädiere ich für die Ergänzungsvariante. Dass es nicht nur Fans von solchen "Aufhübschungen" gibt, ist mir klar. Trotzdem sollten die an der Planung Beteiligten dies zumindest in Erwägung ziehen.

deko TRG am 25.07.2011 11:25:09

Ich würde "schön" und "funktionell" nicht per se als Widerspruch ansehen. Die Funktion ist sicher die Grundvoraussetzung (In Stöckelschuhen Jogging betreiben zu wollen wäre auch nicht sehr sinnig), dass aber zu einer guten Planung auch eine gelungene Gestaltung gehört, sollte sich eigentlich rumgesprochen haben.

Nun sind die Geschmäcker verschieden und nicht jeder Architekt ist ein Gaudi oder le Corbusier. Davon abgesehen, haben auch diese stets Wiederspruch hervorgerufen. Es muss nicht extrem sein, aber eine 08/15-Architektur sollten wir in jedem Fall vermeiden.

deko donaufisch am 24.07.2011 16:56:47

@ ulmmussschoenerwerden

Hat irgend jemand behauptet, dass die Stadt Ulm alle Investitutionen selbst finanziert?

Momentan geht die Ulmer Bauverwaltung meinem Kenntnisstand nach davon aus, dass die von der Stadt zu tragenden Kosten bei 100 Millionen Euro liegen.

deko Sibylle am 24.07.2011 15:21:50

Die Idee die Friedrich- Ebert- Straße einen Stock tiefer zu legen ist eine realisierbare und angenehme Lösung für die Fußgänger. Zudem könnte "mehr Grün" nicht nur bezüglich der Wartezeiten ausgelegt werden, eine Begrünung der Fußgänger-Ebene, die durch eine Verlegung der Durchfahrtsstrasse entstehen würde, wäre ein Pluspunkt für die Ulmer Innestadt. Nicht nur funktionell eine gute Lösung für die Passanten des Ulmer Bahnhofes, sondern auch visuell ein schöner Blickfang.

deko ulmmussschoenerwerde n am 23.07.2011 19:37:15

Unterführungen sind nie hochwertig!

deko ulmmussschoenerwerde n am 23.07.2011 19:35:55

Sehr richtig! Die perfekte Autostadt war in den 50ern. Heute sollte man inzwischen erkannt haben, dass es ein großer Fehler war, breite Schneisen für den Autoverkehr in die Städte zu schlagen. Daher ist jetzt nach und nach die Beseitigung dieser Fehler angesagt. Mit der "Neuen Mitte" hat es begonnen, mit dem Bahnhofsvorplatz sollte es weitergehen.

deko ulmmussschoenerwerde n am 23.07.2011 19:31:58

Ein kleiner Denkfehler: Es ist nie geplant, dass die Stadt Ulm selbst "das Areal rund um den Ulmer Hauptbahnhof" neu bebauen wird. Sowas läuft schon immer über Investoren ab...

deko ulmmussschoenerwerde n am 23.07.2011 19:30:37

Ich glaube dieses "Problem" (wen es auch immer so sehr stört dass er sich in seiner Freiheit eingeschränkt fühlt) erledigt sich von selbst, wenn der Bahnhofsvorplatz direkt in die Innenstadt führen würde (also die Autos kommen unter die Erde). Denn dann wäre ein großer offener Raum vorhanden, in dem sich solche Gruppierungen nicht mehr wohl fühlen.

Wird der Zugang vom Bahnhof in die Innenstadt dann aber doch unterirdisch erfolgen, hat man diese Gruppierungen auch im tiefsten Winter bei der größten Kälte - nur eben unterirdisch, wo man ihnen noch schlechter aus dem Weg gehen kann.

deko ulmmussschoenerwerde n am 23.07.2011 19:27:30

Wir sollten auf jeden Fall alles mögliche versuchen, dass die F.E.Straße vor dem Bahnhof unterirdisch geführt wird. Geschieht dies nicht bzw. erfolgt der Zugang zur Innenstadt vom Bahnhof aus dann unterirdisch, ist von einer "Aufwertung" nichts mehr zu erkennen (bis auf ein neues Bahnhofsgebäude).
Wir sind nicht mehr in den 50ern - also Autostadt ade. Fußgängergerechte Stadt hallo!

deko ulmmussschoenerwerde n am 23.07.2011 19:23:08

Sorry, aber das alte Bahnhofsgebäude ist so eng wie hässlich - da kann jeder Neubau nur besser aussehen!

deko TRG am 22.07.2011 13:10:43

Was mich in dem Zusammenhang auch interessieren würde: Wie kann man den Radverkehr in der Friedrich-Ebert-Str. einerseits attraktiv gestalten, andererseits die heute bestehenden Konflikte mit den Fussgängern verringern.

Ich fahr zwar hin und wieder Rad, aber vielleicht können regelmässigere Radfahrer mal ein Statement abgeben, ob auch ein Tunnel oder eine Hängebrücke für schnellen und konfliktfreien Rad-Durchgangsverkehr akzeptiert würde oder ob man lieber etwas langsamer, aber dafür obenrum fahren möchte?

deko mizar am 22.07.2011 11:48:10

Hallo Mulitreiber,
ich finde, es ist genau der Vorteil des Ulmer Hauptbahnhofs, dass er ein genereller Verkehrsknotenpunkt darstellt. Man kann dort sehr leicht von der Bahn in einen beliebigen Bus einsteigen - vor allem auch mit Gepäck, Kinderwagen und ähnlichem - und bis nach hause fahren (auch für Leute, die außerhalb von Ulm wohnen, mit regionalen Bussen möglich). Wenn man allerdings einen weiteren Knotenpunkt miteinbringt (wie zum Beispiel das ZUP) dann würde das einen herben Rückschlag bezogen auf die Bequemlichkeit darstellen (Umstieg mit Gepäck verbunden mit Wartezeiten und ähnlichem) und würde die Leute dann eher dazu anhalten, mit dem Auto an den Bahnhof zu fahren, wobei das nicht unbedingt nötig wäre...
Allerdings bin ich auch dafür die Straße für die Autofahrer weiter zu beruhigen. Wobei ich mir dabei nicht sicher bin, in wieweit das gelingen kann. Dieser Abschnitt gehört ja ebenfalls zum Ulmer Innenstadtring und wenn ich schon jeden Abend, an Samstagen und Ulmer Feiertagen den Verkehr auf dem Abschnitt der Neuen Straße zwischen Schwilmengasse und Rathaus betrachte, wird es mir ganz übel, wenn ich daran denke, dass diese Strecke bis zum Hauptbahnhof verlängert werden könnte...
Das einzige, was ich mir dabei denken könnte wäre eine Unterführung der Straße auf diesem Abschnitt mit gleichzeitiger Anbindung an die Tiefgaragen unter dem Bahnhof... Über die Kosten eines solchen Projektes möchte ich allerdings erst gar nicht nachdenken...

deko mizar am 22.07.2011 11:47:53

Hallo Mulitreiber,
ich finde, es ist genau der Vorteil des Ulmer Hauptbahnhofs, dass er ein genereller Verkehrsknotenpunkt darstellt. Man kann dort sehr leicht von der Bahn in einen beliebigen Bus einsteigen - vor allem auch mit Gepäck, Kinderwagen und ähnlichem - und bis nach hause fahren (auch für Leute, die außerhalb von Ulm wohnen, mit regionalen Bussen möglich). Wenn man allerdings einen weiteren Knotenpunkt miteinbringt (wie zum Beispiel das ZUP) dann würde das einen herben Rückschlag bezogen auf die Bequemlichkeit darstellen (Umstieg mit Gepäck verbunden mit Wartezeiten und ähnlichem) und würde die Leute dann eher dazu anhalten, mit dem Auto an den Bahnhof zu fahren, wobei das nicht unbedingt nötig wäre...
Allerdings bin ich auch dafür die Straße für die Autofahrer weiter zu beruhigen. Wobei ich mir dabei nicht sicher bin, in wieweit das gelingen kann. Dieser Abschnitt gehört ja ebenfalls zum Ulmer Innenstadtring und wenn ich schon jeden Abend, an Samstagen und Ulmer Feiertagen den Verkehr auf dem Abschnitt der Neuen Straße zwischen Schwilmengasse und Rathaus betrachte, wird es mir ganz übel, wenn ich daran denke, dass diese Strecke bis zum Hauptbahnhof verlängert werden könnte...
Das einzige, was ich mir dabei denken könnte wäre eine Unterführung der Straße auf diesem Abschnitt mit gleichzeitiger Anbindung an die Tiefgaragen unter dem Bahnhof... Über die Kosten eines solchen Projektes möchte ich allerdings erst gar nicht nachdenken...

deko Erik am 20.07.2011 20:33:27

Danke für die Rückmeldungen.

Die "allgemeine" Meinung hierzu interessiert mich sehr.

Daran und an den Ergebnissen der Abstimmung kann man bisher gut erkennen, dass ein Erhalt von der Mehrzahl der Forenuser nicht gewünscht ist.

Dies hat sicherlich gute Gründe, da der Bahnhof aus heutiger Sicht funktionale Mängel aufweist und auch keine architektonische Schönheit ist.

Den hauptsächlichen Grund für einen Erhalt sähe ich im Einsparen von Kosten. In einer früheren Machbarkeitsstudie (herausgegeben von der Stadt Ulm, 2008) kam eine Kostenschätzung vor, die einen kompletten Neubau (inkl. IC-Hotel) auf mehr als die 6-fache Summe des Erhalts mit Sanierung/Umbau bezifferten. Die letztgenannte Alternative wäre daher im Falle einer finanziellen Notlage eine Option, falls die Abgaben realistisch sind.

deko Erik am 20.07.2011 19:45:50

Also generell wäre so eine Achse inklusive Bahnüber-/ Unterführung schon eine wahnsinnige Verbesserung für Radfahrer zw. Innen- und Weststadt.

Die Verlängerung der Zeitblomstraße nach Westen käme ziemlich günstig beim bestehenden Radweg am BB-Ring/Hindenburgring raus, von wo man auch sehr gut zum Blaupark-Radweg durchkommt.

Diese Wegeführung würde auch das Herzstück des künftigen Bahnhofs nicht durchqueren. Die Verbindung wäre direkt und ohne Umwege über die vermutlich dicht bebaute Partie an der Olgastraße/den belebten Bahnhofsplatz. Allerdings ist leider der Postbahnhofschuppen im Weg.

deko Jescheck am 20.07.2011 17:30:44

Danke. Das ehe ich genauso

deko clousio am 20.07.2011 13:09:00

Hallo zusammen,

was gibt es denn für Gründe, die alte Substanz zu erhalten und umzubauen statt der Stadt vermutlich zu gleichen Kosten eine neue Visitenkarte in Frm eines neues Gebäudes zu geben? schwappt hier die Stuttgarter Welle nach Ulm über??

Und Tschüss

Clousi

deko U.Auer am 19.07.2011 20:13:52

Dazu kann ich nur sagen, das der Bau von Straßen noch nie irgendwelche Verkehrsprobleme gelöst hat. Das wurde schon 1000 mal probiert, und 1000 mal ist nix passiert (sprich, die Probleme gab es hinter her immer noch, und selbst wenn der eine Engpass beseitigt wurde, dann staute es sich eben anschließend an einer anderen Stelle).

Immer schön nach dem Motto: Wer Straßen sät, wird Verkehr ernten.

deko Heiko Lorenz am 19.07.2011 18:42:05

Die Ost-West-Achse für Radler ist mir auch ein sehr wichtiger Punkt, da der Weg über die Erhard-Brücke leider nicht so optimal ist (laut, schmal, unnötig große Höhendifferenz).

Von daher hat es mich gefreut, dass 3 der 5 gekührten Vorschläge eine Fahrradbrücke als Verlängerung der Zeitblomstraße vorsehen. Die Zeitblomstraße ist eine ziemlich wichtige Fahrrad-Strecke: Die Karlstrecke ist für Radfahrer völlig ungeeignet, der Radweg entlang der Olgastraße ist nicht so optimal durch den starken Zubringerverkehr von und zur Olgastraße und die Innenstadt eignet sich wegen der vielen Fußgänger nicht als Durchgangsstrecke.

Wenn aber das Theaterviertel ausgebaut wird, könnte das bedeuten, das die Verkehrsbelastung auf der Zeitblomstraße, westlich der Neutorstraße stark ansteigt. Außerdem wird über dese Strecke wohl auch ein großer Teil des Baustellenverkehrs für das Theaterviertel abgewickelt werden. Von daher ist es vielleicht keine so gute Idee, die Fahrrad-Strecke Zeitblomstraße durch die westliche Zeitblomstraße zu verlängern.

Stattdessen schlage ich vor die Kleiststraße für Radfahrer Richtung Haupteingang Post zu verlängern. Ob das durch eine Brücke oder Tunnel erfolgt ist erst einmal egal - vielleicht kann ja der bestehende Versorgungstunnel der Bahn zu diesem Zweck verlängert und ausgebaut werden. Ferner müsste von der Kleiststraße ein Durchbruch Richtung B10-Unterführung geschaffen werden. In diesem Zusammenhang könnte nördlich der kleinen Blau evtl. eine neue Grünflächen entstehen.

Die Verlängerung der Kleiststraße hätte mehrere Vorteile:
- sie bindet gleichermaßen die Rad-Stecken, Olgastraße und Zeitblomstaße an die Weststadt und insbesondere an den Blau-Radweg an.
- sie durchbricht das neu zu gestaltende Bahnhofsgelände an seiner engsten Stelle und könnte daher unabhängig und zeitlich vor den meisten anderen Maßnahmen in Angriff genommen werden.
- sie kann während der Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes und des südlichen Bahnhofsplatzes/ZOB diese Baustellen entlasten, da der Radverkehr teilweise in die Schillerstraße ausweichen kann.
- sie ist unabhängig von der weiteren Gestaltung des Theaterviertels und von künftigen Großbaustellen in diesem Areal kaum betroffen.

deko Mulitreiber am 19.07.2011 18:24:48

Was hat der "Durchgangsverkehr" in der City verloren?

Nichts!

Es gibt genügend Umgehungsrouten, die nur deshalb nicht genutzt werden, weil sich Ulm den "Durchstauenden" noch immer als "Blech-forever-City" präsentiert.

deko Mulitreiber am 19.07.2011 18:24:42

Was hat der "Durchgangsverkehr" in der City verloren?

Nichts!

Es gibt genügend Umgehungsrouten, die nur deshalb nicht genutzt werden, weil sich Ulm den "Durchstauenden" noch immer als "Blech-forever-City" präsentiert.

deko Mulitreiber am 19.07.2011 18:18:16

Dagegen!

KEIN Grün - weder für Fußgänger noch für Autos, sondern einen breiten Zebrastreifen und den Rückbau der F-E-Straße so, daß nur noch der dort langfährt, für den es - aus welchen Gründen auch immer, keine Alternative gibt.

deko SebastianWachholz am 19.07.2011 2:44:26

Wo ist eigentlich das Ulmer Ordnungsamt?? Habe erst neulich wieder einen betrunkenen Punk am Bahnhofsplatz, am hellichten Tag!, mitten in die Grünflächen bei den Taxis urinieren sehen... was sind das den für Umstände?? Wenn es sich irgendwie vermeiden lässt mache ich einen großen Bogen um den Bahnhof...

deko SebastianWachholz am 19.07.2011 2:11:55

Ich finde wenn man sich Gedanken über Schulden und Finanzierungen macht hat das doch nichts damit zu tun das man gegen den Fortschritt ist!!! Ich finde ein Fortschritt in unserer Gesellschaft wäre es wenn man nicht mehr Milliarden von €s Schulden machen muss um die Zinsen zu bezahlen...

Wer diese Einstellung nicht versteht hat wohl keine Ahnung was Vernunft bedeutet... man sollte vielleicht mal nach Griechenland schauen, dann sieht man wo so etwas hinführen kann! Ich bin ein Schwabe, und ich kann nicht verstehen wie man das Leben mit Schulden und das Leben auf Pump für Normal halten kann... Ich kann auch kein Haus bauen wenn ich hoch verschuldet bin,das ist doch logisch.

deko SebastianWachholz am 19.07.2011 2:05:23

Sorry für Triplepost...

deko SebastianWachholz am 19.07.2011 2:04:20

Ich wohne im Dichterviertel im 3. Stock und würde auch weiterhin gern das Münster von meiner Küche aus sehen! Und nicht irgendeinen Namenlosen Beton/Glas Hochhaus Komplex... Also keine Hochhäuser am Bahnhof!

deko SebastianWachholz am 19.07.2011 2:04:08

Ich wohne im Dichterviertel im 3. Stock und würde auch weiterhin gern das Münster von meiner Küche aus sehen! Und nicht irgendeinen Namenlosen Beton/Glas Hochhaus Komplex... Also keine Hochhäuser am Bahnhof!

deko SebastianWachholz am 19.07.2011 2:03:37

Ich wohne im Dichterviertel im 3. Stock und würde auch weiterhin gern das Münster von meiner Küche aus sehen! Und nicht irgendeinen Namenlosen Beton/Glas Hochhaus Komplex... Also keine Hochhäuser am Bahnhof!

deko Elena am 15.07.2011 17:29:31

Das klingt interessant, aber wo sollten die Taxen hin?

deko DanielR am 14.07.2011 19:57:23

Es ist auch ohne Kopfbahnhof möglich einen Bahnhof barrierefrei zu gestalten. Hierzu werden meist Aufzüge von Unterführungen zu den Gleisen eingerichtet.

deko cdisde am 14.07.2011 19:27:06

Das Bahnhofsgebäude ist ein typischer Nachkriegsbau, einfach nur häßlich und schnell hochgezogen. Hier könnte man wirklich ein ansprechendes Gebäude mit Einkaufsmöglichkeiten, einem gesonderten Raucherbereich und einer Ruhezone bauen. Vielleicht liesse sich das ganze mit einem Lichdurchfluteten Bereich in der Mitte gestalten?
Sicherlich finden sich hier auch Möglichkeiten, den Zugang zu den Gleisen mittels Aufzügen auch für gehbehinderte Mitmenschen besser zu ermöglichen. Stellt sich nur die Frage, wie kann der Bau abgewickelt werden, ohne daß dadurch der Bahnhof über längere Zeit gar nicht mehr zu nutzen ist? Eine Option wäre es evtl. die Brücke über den Gleisen mit einzubeziehen und, ähnlich wie in Darmstadt, von dort aus einen Zugang zu ermöglichen.

deko onranahpets am 14.07.2011 18:24:39

Bei einer Verkehrsregelung, welcher den Durchgangsverkehr auf die Karlstraße und neue Straße verlagert, könnte ich mir eine Entlastung der Friedrich Ebert-Straße dergestalt vorstellen, daß die Straßenhälfte vor dem Bahnhof entfällt, der Bahnhofvorplatz bis zu den Straßenbahngleisen ausgedehnt wird und die Friedrich Ebert Straße so gestaltet wird, wie die Neue Straße im Bereich der Neuen Mitte, also teils durch Ampeln oder wie am Rathaus durch gegenseitige Rücksichtnahme. Das ganze also verkehrsberuhigt ablaufen kann.

deko citybahnhof am 14.07.2011 16:02:56

Prinzipiell liegt die Bahnhofshalle durchaus an der richtigen Stelle, nämlich in der Mitte der Bahnsteige und im Schnittpunkt der Sichtachsen von der Olgastraße und Bahnhofstraße - der Städtebau in der Bahnhofstraße stimmt halt wegen des Gebäudes Bahnhofplatz 7 nicht mehr. Aber vielleicht lässt sich das in der Zukunft ja reparieren.
Heute sind täglich 40.000 Reisende und Besucher im Bahnhof. Und man rechnet mit einer Zunahme in den nächsten Jahren. Die Halle platzt aus allen Nähten. Da hilft nur der Abriss und Neubau.
Bauhistorisch ist der 50-Jahre Bau mittlerweile schon so mit Um- und Einbauten überformt, dass sich die Frage nach dem Denkmalschutz auch nicht mehr stellt.
Zu den Gleisanlagen: Zwischen dem Bahnsteig 1 und der Schillerstraße sind heute 20 Gleisen. Eine Erweiterung der Gleise ist nicht nur nicht notwendig, sondern würde auch die notwendige Durchbindung des Bahnhofs an die Schillerstraße verhindern, denn dazu sind gerade Gleise im Westen für einen neuen Bahnhofszugang, das Parkhaus und für die Offenlegung der Kleinen Blau notwendig.

deko Ulmi am 14.07.2011 13:52:26

Dem Grundgedanken "Barrierefreiheit" kann ich voll und ganz zustimmen!

Aber wie war dieser Vorschlag gemeint? Ohne Unter- oder Überführung wäre der Bahnhof ein Kopfbahnhof. Ist es so zu verstehen, dass hier ein Kopfbahnhof vorgeschlagen wird?

deko donaufisch am 14.07.2011 8:33:41

Hallo Ulmer,

ich teile die in Ihrer „Erklärung zum Ulmer Stadtbild“ vorgetragene Kritik an den missratenen Neubauten der letzten Jahre in Ulm. Eine weitere Ausbreitung dieser stumpfsinnigen Einheitsarchitektur ohne Charakter sollte verhindert werden.

Durch dieses Forum wird das nicht erreicht werden - auch da haben Sie Recht.

deko ulmforfuture am 13.07.2011 15:27:37

Sie haben bestimmt was gegen die Zukunft, gegen S21, gegen alles was Veränderungen mit sich bringen könnte!

Das ist doch typisch Deutsch (ich bin selber Deutscher) bzw. typisch Bauer, "was ich nicht kenn, will ich nicht" ich kann diese Einstellung überhaupt nicht verstehen! Ohne Fortschritt und Projekt würde es vieles gar nicht geben, auch viele Gute Sachen nicht ;P

deko Mulitreiber am 13.07.2011 11:54:29

Hallo zusammen,

Vielleicht muß man auch über ganz neue Lösungen nachdenken.

Es ist doch so, daß die regionalen Busse im Stadtbereich überwiegend dieselben Ein- und Ausfallrouten benutzen wie der innerstädtische Nahverkehr.

In diesem Zusammenhang schlage ich vor, über eine Verzahnung von regionlem und innerstädtischem Nahverkehr nachzudenken - dergestalt, daß die Regionalverkehre nicht in die Innenstadt fahren, sondern an geeigneten Orten an die innerstädtischen Verkehre angebunden werden.

Z.B. muß die Linie 850 (Ulm-Nersingen-Günzburg) nicht ab/bis Ulm ZOB fahren. Eine Übergabe der Fahrgäste am ZUP Neu-Ulm wäre genauso möglich.
Die 23 (Ulm-Unterweiler-Holzstöcke) kann man in Wiblingen am Pranger oder in der alten Siedlung anbinden und die 59 (Ulm-Langenau) an der Donauhalle.

Das würde das derzeitige und wohl auch künftig an der Schillerrampe unvermeidliche Stoßzeitenchaos extrem entschärfen.

Selbstverständlich müssen dann Fahrpläne und Kapazitäten der innerstädtischen Verkehre angepaßt und synchronisiert weden.

deko Ulmer am 13.07.2011 11:20:24

Hallo Donaufisch,
vielen Dank für diesen vernünftigen und wichtigen Beitrag. Wir sollten alles daran setzen, dass, wenn wir "DIN-EN-Würfel" schon nicht verhindern können, keine Hochhäuser in diesem Bereich gebaut werden!! Es gibt nämlich nicht nur EINE Sichtachse z.B. zum Münster. Der Blick soll von der Wallstraßenbrücke zur Innenstadt / Münster ebenso frei sein, wie vom neuen Bahnhofsteg zum Michelsberg / Wilhemlsburg Kienlesberg und, und, und. Schlechten Bestand darf man nicht durch eine "moderne Schlechtigkeit" ersetzten sondern aufwachen und die Chance nutzen. Lieber Donaufisch - weiter so! Hier mein (längerer Beitrag  Link

deko Erik am 13.07.2011 11:20:00

Hallo jeanclaude,

erstmal finde ich den Vorschlag auch nicht schlecht. Dies würde den Bahnhofsbereich entlasten.

Ich sehe allerdings zunächst ein Problem mit der Andienung. Die müsste eigentlich von der Neuen Straße aus erfolgen. Die Straße ist verkehrsreich und vierspurig in Richtung Westen. Die Anfahrt aus südlicher Richtung via B10 sollte dann über die Ehinger Straße (Bushaltestelle für Regionalverkehr) erfolgen und die Neue Straße kreuzen. Da wäre sehr viel los, ich bin mir nicht sicher ob die Kapazität reicht...

Denkbare Alternativen für einen Teil der Busse wäre die Andienung wie gehabt über die Ludwig-Erhardt Brücke/Theater/Olga-/Friedrich-Ebert Straße/Neue Straße (dann längerer Weg, eine von vier Spuren müsste in reine Abbiegespur umgewandelt werden) oder direkt aus Richtung B10/Blaubeurer Tor in die Schillerstraße. Ob diese Alternativen möglich und gewollt sind (im Sinne der Verkehrberuhigung)?

Und wie kommen all die Regional- und Reisebusse da wieder raus? Alle auf die Neue Straße?

Außerdem wäre ein einizger Knotenpunkt für alle Verkehrsarten (inkl. Nachtbusse) nicht mehr gewährleistet. Also wer mit dem ICE aus München kommt und nach Dellmensingen oder Dornstadt möchte, hat einen zusätzlichen Wegabschnitt. Mit Gepäck o.Ä. äußerst lästig.

Und: die Schillerampe könnte nicht bebaut werden. Wäre schade um das innenstädtische Areal, das sich ideal zur Nachverdichtung eignet.

Also m.M.n. recht viele Nachteile insgesamt... leider

Gruß,
Erik

deko Linie_2 am 13.07.2011 9:15:19

Den Busbahnhof an die Schillerrampe zu verlegen ist eine sehr gute Idee!

Die An- und Abfahrt der regionalen und überregionalen Busse wird dadurch erheblich vereinfacht und entzerrt. Sie müssen nicht mehr über die später noch engere Friedrich-Ebert-Str. fahren.

Die Umsteigemöglichkeiten in den Stadtverkehr würden auch besser. Der Umsteigepunkt Ehinger Tor, der noch näher liegt als die Haltestelle Hauptbahnhof zum jetzigen ZOB, hat ausreichende Kapazitätsreserven, so daß es in den Hauptverkehrszeiten zu weniger Gedränge an den Einstiegen kommt.

Einen gravierenden Nachteil hat diese Lösung jedoch. Der neue Busbahnhof liegt zu weit abseits der bisherigen Publikumswege und weiter weg von der Innenstadt.

Damit dieser Busbahnhof für Bahnkunden und Innenstadtbesucher gut erreichbar ist muß die Westverbindung zur Schillerstraße als breite Einkaufspassage gestaltet sein und der Westausgang weiter nach Süden verlegt werden.

deko Linie_2 am 13.07.2011 8:49:12

Dagegen!

Mir gefällt zwar die aktuelle Außenfasade des Hauptgebäudes. Wenn man die etwas Aufhübscht wäre das bei entsprechender (moderner) Architektur drum herrum ein zu Ulm passender Blickfang. Vielleicht könnte man auch die große Glasfront Richtung Bahnsteig 1 erhalten und wieder mit der alten Leuchtreklame von Magirus und Käsbohrer ausstatten (als Reminiszenz an den Verein Alt-Ulm *g*).

Aber funktional ist das alte Empfangsgebäude den heutigen Anforderungen nicht gewachsen und muß auf jeden Fall ersetzt werden.
Wie könnte man jemals diese schmale aber hohe Halle so umbauen, daß sie die Verkehrsströme besser verkraftet, Platz bietet für den Zugang zu einer Ebene -1 (oder 1, falls die doch kommt) und gleichzeitig mindestens alle Funktionen eines größeren Bahnhofs erfüllt (Info-Punkt, Fahrkartenverkauf, Wartebereich usw.)
Daß das nicht wirklich geht hat ja der letzte Umbau vor ein paar Jahren gezeigt.

Was soll man mit der halben Etage anfangen, in der heute ein Spielcasino haust? Das bliebe ein toter, abseitiger Raum, genau so wie der jetzige nördliche Flügel.

Wirklich einladend kann der Ulmer Bahnhof selbst mit einem intensiv umgestalteten Altbestand nicht werden.

deko Winfried Bissels am 12.07.2011 20:26:45

In Stuttgart wollte man aus rein städtebaulichen Gründen einen neuen Bahnhof bauen. Erst auf massive Proteste hin wird jetzt untersucht, ob der geplante neue Bahnhof mit nur 8 Gleisen (d.h. in Spitzenzeiten fährt pro Gleis alle 10 Minuten ein Zug ab) ausreichend leistungsfähig ist. Auch in Ulm geht es offenbar vor allem um Architektur und weniger darum, ob der Bahnhof "funktioniert". Bevor man hier ein neues Gebäude erstellt, sollte man erst einmal überlegen, ob die Zahl der Gleise ausreicht (die Ein- und Ausfahrt verzögert sich in Ulm schon jetzt öfter als z.B. im Stuttgarter Kopfbahnhof). Danach sollte man überlegen, ob eine Sanierung möglich und sinnvoll ist. Man braucht nicht alles abreißen, was man über Jahre oder Jahrzehnte heruntergewirtschaftet hat. Gelungene Bahnhofssanierungen gibt es genug zu besichtigen, z.B. in Mannheim oder Frankfurt HBF. Man sollte sich aber generell überlegen, ob es beim Ulmer Bahnhof um ein Einkaufszentrum, an dem man nebenbei auch Bahn fahren kann, geht, oder ob man einen BAHNHOF will. Ich befürchte, die Mehrheit der Meinungsmacher will ersteres.

deko Mark am 12.07.2011 19:49:48

Die Absenkung könnte sogar etwas länger erfolgen: Da das Deutschhaus jetzt schon eine UG hat, ist diese Anbindung auch tiefergelegt möglich, ebenso wäre evtl. das Ende des Tunnels in Höhe Abzweigung zum Tehater denkbar.

deko Cortauri am 12.07.2011 19:01:19

Ehrlich gesagt, finde ich das Bahnhofsgebäude furchtbar hässlich...

Die Raumaufteilung ist ebenso unpraktisch (DB-Reisezentrum im Eck), wenig Platz für weitere Geschäfte, teilweise verwinkelt,...

Die Wartehalle finde ich nicht wirklich einladend.

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